Concordia 2013: Verlust in der Grundversicherung

Gesundheitswesen
Besonders gesucht sind Pflegefachleute. (Foto: spotmatikphoto - Fotolia.com)

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Luzern – Der Krankenversicherer Concordia hat im vergangenen Jahr laut eigenen Angaben ein „erfreuliches“ Ergebnis erzielt. Dem überdurchschnittlich hohen Kostenanstieg in der Grundversicherung stehe die positive Entwicklung in der Zusatzversicherung und bei den Kapitalanlagen gegenüber, teilt Concordia am Dienstag mit. Derweil starte das Unternehmen bei „bester finanzieller Gesundheit“ in das hundertste Jahr der Firmengeschichte.

In der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) und der Taggeldversicherung nach Krankenversicherungsgesetz erlitt Concordia einen Verlust von 32,8 Mio CHF, wobei allein in der OKP ein Minus von 33,5 (VJ Gewinn 7,0) Mio resultierte. Grund für das negative Ergebnis seien die mit 7,1% angestiegenen Leistungskosten, heisst es.

In der OKP allein wuchs der Schaden- und Leistungsaufwand um 6,5% auf 1,54 Mrd CHF an während die verdienten Prämien lediglich um 1,5% auf 1,62 Mrd gestiegen sind, so die Mitteilung weiter. Der Betriebsaufwand nahm um 8,7% auf 90,3 Mio zu und die Combined Ratio verschlechterte sich somit um 1,9 Prozentpunkte auf 102,8%.

Abbau von Reserven
Den Verlust in der Grundversicherung gleicht die Concordia über einen Abbau von Reserven aus. Diese würden aber mit 391 Mio CHF (-7,9%) immer noch „deutlich“ über den aufsichtsrechtlichen Solvenzanforderungen liegen. Die Anzahl Versicherte in der OKP ist auf Anfang 2014 leicht um 0,4% auf 568’625 zurückgegangen.

Positive Zusatzversicherungen
Auch im Geschäft mit den Zusatzversicherungen sind die ausbezahlten Leistungen in die Höhe geklettert, dennoch erreichte dieser Geschäftszweig ein positives Ergebnis von rund 46 Mio CHF. Als nicht gewinnorientiertes Unternehmen gibt die Concordia 41 Mio davon in Form von Prämiensenkungen an ihre Versicherten zurück.

Mit den Kapitalanlagen erzielte die Concordia eine Performance von 3% und ein positives Ergebnis von 59,6 Mio CHF. Das primäre Ziel sei der Erhalt des Vermögens, dementsprechend auf Vorsicht ausgelegt sei die Anlagestrategie, so der Krankenversicherer. (awp/mc/pg)

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