CoreLedger: «KMU sollen die Blockchain so einfach nutzen wie MS-Windows»

Johannes Schweifer. (Foto: zvg)
Johannes Schweifer, Gründer CoreLedger. (Foto: zvg)

Von Spekulationen mit Kryptowährungen hält er nichts, von der Bitcoin & Co. zugrundeliegenden Blockchain-Technologie jedoch sehr viel. Einfach und ohne Programmierkenntnisse soll sollen Unternehmen diese nutzen können. Das ist die Mission von Johannes Schweifer (45). Jetzt hat er eine Weltneuheit und ein Betriebssystem mit grafischer Oberfläche entwickelt.

Johannes Schweifer ist ein technisch orientierter Mensch, der neue Dinge erschaffen will und leidenschaftlich gerne Probleme löst. Mit drei Gleichgesinnten gründet der leidenschaftliche Science-Fiction-Fan 2013 die Bitcoin Suisse AG. Bald ist er jedoch nicht mehr überzeugt vom digitalen Geld.

Ein viel grösseres Potenzial erkennt er in der Technologie dahinter, wendet sich von Bitcoin ab und gründet das Startup CoreLedger. Als CEO setzt er mit seinem Unternehmen nicht auf den Hype um die Krypto-Spekulation, sondern stellt die Technologie ganz in den Dienst von Firmen – vom Startup bis zum multinationalen Konzern.

Noch gibt es allerdings ein Problem: Die Technologie überfordert ihre Anwender. Schweifer will deshalb den Umgang mit Blockchain vereinfachen. Nur so kann die Technologie massentauglich werden. Er macht sich daran, Unternehmen den Einstieg in die Nutzung der Technologie zu erleichtern. Daran arbeitet er.

Fälschungssichere Zertifikate
Die Möglichkeiten, welche die Technologie bietet, hat «revolutionäres Potenzial», wie Schweifer sagt. Sie kann beispielsweise fälschungssichere Zertifikate, Dokumente und Verträge ausstellen. Damit lassen sich Lieferketten nachverfolgen und Herkunftsnachweise erstellen. Blockchain entscheidet aber auch über Zugangsberechtigungen, zum Beispiel über ein digitales Schloss zu Lagerhäusern oder Hotelzimmern und ermöglicht einen wirksamen Kopierschutz im 3D-Druck.

«Millionen Unternehmen in der Schweiz und der Welt, denen Fälscher und Produkte-Piraterie jedes Jahr Milliardenschäden zufügen, warten nur darauf, fälschungssichere Echtheitszertifikate erstellen zu können», sagt Schweifer. Weitere Einsatzmöglichkeiten ortet er im Gesundheitswesen und im Energiemarkt.

Für KMU: Das «MS-Windows» für die Blockchain
Ein graphische Benutzeroberfläche muss her, die es Unternehmen erlaubt, auch ohne Programmierkenntnisse massgeschneiderte Blockchain-Anwendungen für ihre Bedürfnisse zu erstellen. «Was Windows mit ‘MS-Windows’ Anfang der 90er Jahre schaffte, wollen wir jetzt für die Blockchain erreichen: Die Massentauglichkeit für die Anwender», sagt Schweifer.

Im Sommer 2022 ist es so weit. «Blockchain ist jetzt kein Buch mit sieben Siegeln mehr. KMU haben nun einen Bausatz, mit dem sie eigene Geschäftsideen umsetzen können», sagt der der Mastermind hinter dem Betriebssystem.

Weltneuheit zum Patent angemeldet
Gleichzeitig haben Schweifer und seine Mitarbeiter ein Weltneuheit entwickelt. Es ist ein Programm, das wie eine Suchmaschine auf der Blockchain funktioniert, und weltweit in Sekundenbruchteilen einen Handelspartner für Token findet. Die elegante technische Lösung ist inzwischen zur Patentierung angemeldet. Schweifer ist überzeugt davon, dass Blockchain vielen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschafft.

2022 – The Year of Enterprise Blockchain
Bis die Märkte realisierten, dass Blockchain mehr kann als nur Bitcoin, dauerte es lange. «Das Potenzial der Blockchain liegt in Anwendungen für Unternehmen und deren Endkunden», ist Schweifer überzeugt. So ist denn auch die Nachfrage nach Dienstleistungen von CoreLedger gross. Nachdem der «Collins Dictionary» 2021 NFTs (Non-Fungible Token) zum «Wort des Jahres» kürte, wird 2022 bereits als «The Year of Enterprise Blockchain» bezeichnet. Schweifer geht davon aus, dass die Nutzung der Blockchain-Lösungen für die Praxis in den kommenden Jahren stark weiterwachsen wird. (mc/pg)

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