‹Faule Kredite› in Spanien erreichen neues Rekordniveau

Spanien

Madrid – Die «faulen Kredite» in den Bilanzen der spanischen Geldhäuser sind auf einen neuen Höchststand gestiegen. Wie die Madrider Zentralbank am Dienstag mitteilte, erhöhte sich das Volumen im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 4,1 Prozent auf 189,7 Milliarden Euro.

Der Anteil der nicht bedienten Kredite am Gesamtkreditvolumen kletterte um 0,5 Punkte auf den Rekordwert von 11,2 Prozent. Seit Oktober 2011 stieg der Umfang der «faulen Kredite» um 43,6 Prozent. Die Zentralbank zählt zu dieser Kategorie alle Darlehen, die drei Monate lang nicht bedient wurden.

Deutsche Bank und Barclays als Anleger der «Bad Bank»
Spaniens «Bad Bank», die die faulen Immobilienkredite der Geldhäuser des Landes abwickeln soll, gewann mit der Deutschen Bank und der Barclays Bank auch zwei ausländische Geldinstitute als Anleger. Wie das Institut mitteilte, beteiligten sich insgesamt 14 private Investoren am Kapital der Bad Bank.

Dazu gehören auch acht spanische Banken und vier Versicherungsgesellschaften. Die privaten Anleger stellen insgesamt 524 Millionen Euro bereit, 55 Prozent des Kapitals. Die übrigen Anteile in Höhe von 431 Millionen Euro stammen vom staatlichen Bankenrettungsfonds (Frob). (awp/mc/pg)

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