Helvetia Venture Fund investiert in spanischen Peer-to-Peer-Versicherer Freshurance

Helvetia Venture Fund investiert in spanischen Peer-to-Peer-Versicherer Freshurance
Michael Wieser, Partner beim Helvetia Venture Fund. (Foto: Helvetia)

St. Gallen – Der Helvetia Venture Fund beteiligt sich am spanischen InsurTech Freshurance. Dieses bietet mit dem Produkt Cobertoo eine Peer-to-Peer-Versicherung für Mobiltelefone im spanischen Markt an. Mit dem Investment gewinnt Helvetia Einblicke in die Marktakzeptanz von Peer-to-Peer-Modellen und zum Versicherungsverhalten jüngerer Generationen.

Der Helvetia Venture Fund investiert in das spanische Startup Freshurance. Das InsurTech hat unter dem Namen Cobertoo eine Peer-to-Peer-Mobiltelefonversicherung für den spanischen Markt lanciert, die insbesondere Millennials und die Generation Z ansprechen soll. Das Peer-to-Peer-Modell ist aus verhaltensökonomischer Sicht interessant, da Kunden den Anreiz haben, unnötige Schäden an ihren Smartphones zu vermeiden. Der gesamte Versicherungsprozess, einschliesslich der Schadenregulierung, soll digital abgewickelt werden. Das Geschäftsmodell ist aufgrund seiner Transparenz, seiner Benutzerfreundlichkeit sowie des Einbezugs des Gemeinschaftsaspekts dank des Peer-to-Peer-Modells innerhalb des Versicherungssektors hoch innovativ. Es verbindet Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gleichermassen. Cobertoo ist von FinTech Global in INSURTECH100 aufgenommen worden, eine jährliche Zusammenstellung der innovativsten InsurTech-Unternehmen.

Beim Peer-to-Peer-Ansatz bezahlen die Versicherungsnehmer eine monatliche Mitgliedschaftsgebühr von EUR 1 und monatliche Prämien für das versicherte Mobiltelefon, deren Höhe abhängig vom entsprechenden Modell ist. Die Mitgliedschaftsgebühr und 25 Prozent der Prämie erhält Freshurance. Die restlichen 75 Prozent der Prämien fliessen in einen Topf. Aus diesem Topf werden Schäden bezahlt. Alles, was im Topf übrigbleibt, erhalten zu 75 Prozent die Versicherungsnehmer in Form eines Cash-Backs zurück. Die anderen 25 Prozent davon werden für wohltätige Zwecke an NGOs gespendet.

Freshurance hat 2018 am Startup-Accelerator-Programm des Startupbootcamps in Amsterdam teilgenommen und ist dort als innovativstes InsurTech ausgezeichnet worden. Mit dem zusätzlichen Kapital wird Freshurance an der Sandbox Spain teilnehmen sowie das Marketing ausbauen und das Produkt technologisch weiterentwickeln.

Einblicke in Peer-to-Peer-Geschäftsmodelle
Mit dem Investment in Freshurance gewinnt Helvetia einerseits Einblicke in den hoch innovativen spanischen InsurTech-Markt und andererseits weiterführende Erkenntnisse zu Peer-to-Peer-Geschäftsmodellen. «Im Bereich Versicherung von Gegenständen wie Mobiltelefonen hat Helvetia schon viele Erfahrungen gesammelt. Mit der Peer-to-Peer-Versicherung von Freshurance gewinnen wir weitere Einblicke in einen für Helvetia spannenden Markt», erklärt Markus Gemperle, CEO Europa von Helvetia. Ricardo Sanchez, Gründer und CEO von Freshurance, ergänzt: «Wir haben bereits bei früheren Projekten erfolgreich mit Helvetia zusammengearbeitet. Daher freue ich mich sehr, dass wir gemeinsam unsere Vision einer einfachen, transparenten und gemeinschaftlichen Versicherung, die auf technologisch modernste Lösungen setzt, verfolgen können.» (Helvetia/mc/ps)

Helvetia Venture Fund

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