IHAG-Kommentar: Börsen stecken Risiken gut weg

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Zürich – Nach den hohen Kurssteigerungen im 1. Quartal haben sich die Börsen in der letzten Woche konsolidiert. Der S&P500 büsste 0.3% ein und der Nasdaq 0.6%. Äusserungen der US-Notenbank Ende Jahr den Abbau ihres während des QE aufgebauten Portfolios in Angriff zu nehmen, verunsicherten die Marktteilnehmer. In Europa verlor der Dax 0.7%. Der SMI litt unter der Schwäche der Bankaktien CS (-2.6% über die Woche) und UBS (-2.2%). Dagegen verteuerte sich Syngenta um 1.9%, nachdem die USA und auch die EU für die Übernahme durch ChemChina grünes Licht gaben.

Der Euro notierte gegenüber dem Dollar in der letzten Woche nochmals etwas schwächer und verlor 0.6%. Der EUR/CHF bewegte sich kaum und handelt immer noch knapp unter der Marke von 1.07. Ein Dollar kostet damit fast wieder 1.01. Die Frankreich-Wahlen halten den Euro noch zurück. Sollte Frau Le Pen die Wahlen nicht gewinnen, wovon wir ausgehen, ist ein stärkerer Euro sehr wahrscheinlich.

Die Zinsen für zehnjährige Staatspapiere entwickelten sich in der letzten Woche grösstenteils seitwärts. Sie reagierten damit kaum auf die Äusserungen der US-Notenbank.

US-Militärschlag gegen Syrien
Beim Rohöl setzte sich der von uns erwartete Rebound in Richtung USD 60/bbl Brent fort. Der Grund dafür ist der Militärschlag der USA gegen Syrien, nachdem das Assad-Regime sehr wahrscheinlich Giftgas eingesetzt hat. Es besteht das Risiko einer Eskalation in dieser für den Ölmarkt wichtigen Region. Gold erfuhr dagegen keine höhere Nachfrage und der Preis konsolidierte um USD 1250/Unze, wobei das gelbe Edelmetall auch schon fast 10% höher notiert als Ende 2016. Der Preis für Eisenerz fiel, weil sich Ängste um höhere Lager und eine tiefere Nachfrage in China breitmachten.

Fed will Bilanz schrumpfen
Die Minutes vom letzten Fed-Meeting zeigten, dass sich die Notenbank Gedanken über das Schrumpfen ihrer Bilanz macht. Im Rahmen des Quantitative Easing zur Bekämpfung der Finanzkrise erreichte diese ein Volumen von USD 4‘500 Mrd. Bis anhin werden auslaufende Anleihen jeweils reinvestiert. Nun steht die Wirtschaft auf einer soliden Basis und die Inflation zieht an. Damit bietet es sich für die Notenbank an ihre Bilanz wieder zurückzuführen. Wir gehen davon aus, dass das Fed die Pläne im Jahresverlauf konkretisiert und die Märkte gut auf diesen Schritt vorbereiten wird. Zudem dürften die Bestände behutsam und marktschonend abgebaut werden. Dies gilt vor allem für den Teil der hypothekengesicherten Anleihen.

Earnings Season steht vor der Tür
In den USA steht die Earnings Season vor der Türe. Mit einem EPS-Wachstum von 6.0% lieferten die im S&P500 gelisteten Gesellschaften das beste Ergebnis seit dem 4. Quartal 2014. Danach setzte die Gewinnrezession ein mit ihrem Höhepunkt im Q1 2016 als die Gewinne um 6% einbrachen. Fürs abgelaufene Quartal werden nun sogar um 9.3% höhere Gewinne erwartet. Hauptverantwortlich dafür sind die Finanzwerte (+22.9%), gefolgt von den Technologie-Aktien (+13.3%). Angesichts dieser erfreulichen Werte, dürfte die Stimmung an den Börsen gut bleiben und wir raten den Investoren investiert zu bleiben.

Im Sinne des hohen erwarteten EPS-Wachstums bei den Finanzwerten sehen wir Potential bei JPMorgan (JPM). Das Institut dürfte vom guten Kapitalmarkt, den steigenden Börsen und einer soliden Nachfrage nach Kredit profitiert haben. Zudem hat JPM die Kosten im Griff. JPMorgan hat in den letzten acht Quartalen die Gewinnerwartungen stets übertroffen und dürfte auch am 13. April gute Zahlen vorlegen. Charttechnisch hat die Aktie nach dem guten Lauf bis Ende Februar um fast 8% korrigiert. (IHAG/mc)

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