IHAG-Kommentar: Dow Jones über 20‘000 Punkte; Investiert bleiben!

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Zürich – Die Börsen haben in der letzten Woche ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Nachdem sich der Dow Jones in den letzten Wochen immer wieder der Marke von 20‘000 näherte, konnte er am letzten Mittwoch erstmals in der Geschichte darüber schliessen. Damit verteuerte sich der Dow Jones seit dem Tiefst in der Finanzkrise am 9. März 2009 um mehr als 200%.

In Europa gewann der Dax über die Woche 1.6%. Der SMI profitierte von der Übernahme Actelions durch Johnson&Johnson und verteuerte sich um 1.3%. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der SMI angeschlagen bleibt.

Bei den Währungen entwickelte sich der Euro gegenüber dem Dollar seitwärts. Der Schweizer Franken blieb gesucht und beendete die Woche erneut unter der Marke von 1.07. Eine Abschwächung gegenüber dem Euro ist damit nicht in Sicht. Somit kostet auch ein Dollar immer noch weniger als einen Franken.

Die Zinsen für zehnjährige US-Staatsanleihen pendelten in der letzten Woche um 2.5%. Das BIP-Wachstum im 4. Quartal ist schwächer als erwartet ausgefallen, was renditedämpfend wirkte. In Deutschland zogen die Zinsen etwas an.

Der Ölpreis scheint bei USD 55/bbl gedeckelt zu sein. Wir denken, dass die meisten Ölfirmen mit diesem Preis zufrieden sind, ist er doch etwa doppelt so hoch wie vor Jahresfrist. Nach einem ordentlichen Anstieg bis USD 1‘220 pro Unze bekundet der Goldpreis wieder Mühe und sank unter USD 1‘200. Die guten Aktienmärkte und der schwache physische Markt bremsten das gelbe Edelmetall.

„Sell in May and go away“ – auch dieses Jahr ein mögliches Muster
Das Börsengeschehen ist derzeit von einer tiefen Volatilität geprägt. In den USA ist der VIX-Index auf den tiefsten Stand seit Mitte 2014 gefallen. Damit einher geht eine gewisse Sorglosigkeit unter den Investoren. Die Aktienmärkte profitierten auch vom Januar-Effekt, der in der Regel ein einträglicher Börsenmonat ist. Insgesamt sind die Börsen sogar oft bis in den April hinein im Aufwärtstrend, bevor dann gemäss der Regel „Sell in May and go away“ eine Flaute einsetzt. Ein solches Muster könnte sich dieses Jahr durchaus wiederholen. Dafür spricht sicherlich die Earnings Season, die bis jetzt in den USA gut verlaufen ist. Grössere negative Überraschungen mit starken Kursausschlägen gegen unten waren selten. Aus dem S&P500 haben bis jetzt 170 Gesellschaften ihre Zahlen auf den Tisch gelegt und zwei Drittel davon konnten die Erwartungen der Analysten übertreffen. Daraus ergibt sich ein EPS-Wachstum von 4.6% gegenüber dem Vorjahr. Damit scheint der Gewinntrend in den USA gedreht zu haben, nachdem es zuvor eine Gewinnrezession von vier Quartalen gab. In Europa sieht das Bild weniger erbaulich aus. Die Gewinne enttäuschen seit Jahren und es bleibt abzuwarten, ob Europa dieses Jahr mit den USA mitziehen kann.

Vorsichtiger Optimismus
Zusammenfassend bleiben wir vorsichtig optimistisch für die weitere Börsenentwicklung. Die Bewertungen sind hoch, aber noch nicht zu hoch. Die Börsen können damit steigen, falls die Gewinnentwicklung positiv ist. Dennoch darf man die Risiken nicht aus den Augen lassen. Zu nennen ist sicherlich die Wirtschaft in China, wo die Regierung den Fuss wieder vom Gaspedal genommen hat. Betroffen davon ist der Immobilienmarkt. Ob sich daraus wieder eine Wachstumsschwäche entwickelt, kann man zurzeit noch nicht sagen. Auszuschliessen ist es nicht. Weiter gibt es politische Risiken, wie z.B. die Wahlen in Frankreich.

Bei den Einzeltiteln gefallen uns die Aktien von Halliburton (HAL). Das Ölservice-Unternehmen hat gute Zahlen ausgewiesen und dürfte in diesem Jahr in die Gewinnzone zurückkehren. HAL profitiert von höheren Aktivitäten in Nordamerika und hat im Abschwung Marktanteile gewonnen. Der aktuelle Energy Outlook 2035 von BP zeigt, dass Öl auch in 20 Jahren noch der wichtigste Energieträger sein wird, auch wenn dessen Bedeutung abnimmt. Damit werden die Dienstleistungen von Halliburton noch über Jahre gefragt sein. (IHAG/mc)

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