Julius Bär: Juristischer Zusammenschluss mit Genfer Merrill Lynch Bank vollzogen

Boris Collardi
Boris Collardi, zurückgetretener CEO der Julius Bär Gruppe. (Bild: Julius Bär)

Boris Collardi, CEO Julius Bär Gruppe. (Bild: Julius Bär)

Genf – Die juristische Integration der in Genf domizilierten Merrill Lynch Bank (Suisse) S.A. (MLBS) und ihrer Niederlassungen in Zürich und Dubai in die Bank Julius Bär & Co. AG (Bank Julius Bär) wurde wie geplant am 31. Mai 2013 abgeschlossen. Zu diesem Stichtag wurde MLBS in die Bank Julius Bär integriert und ihr Geschäft wird daher künftig unter der Marke Julius Bär weitergeführt, wie die Private-Banking-Gruppe am Montag mitteilte.

Zum Zeitpunkt des Principal Closing der Akquisition von Merrill Lynchs International-Wealth-Management-Geschäft ausserhalb der USA (IWM) durch Julius Bär am 1. Februar 2013 war MLBS die erste Geschäftseinheit, die zur Julius Bär Gruppe transferiert wurde. Als Schweizer Bank verfügte MLBS über ihre eigene starke und internationale Kundenbasis und verwaltete Vermögen in Höhe von CHF 11 Milliarden.

Neue Organisationsstrukturen
Der nächste Schritt war der juristische Zusammenschluss, der am 31. Mai 2013 wie in den IWM-Integrationsplänen vorgesehen vollzogen wurde. Ab diesem Zeitpunkt hörte MLBS als rechtliche Einheit auf zu existieren. Das Geschäft wurde in die Bank Julius Bär integriert und wird mit sofortiger Wirkung unter der Marke Julius Bär weitergeführt. Per 1. Juni 2013 wurden neue Organisationsstrukturen eingeführt.

Rémy A. Bersier, Mitglied der Geschäftsleitung der Bank Julius Bär, kommentierte: „Mit der Eingliederung von MLBS in Julius Bär wird der Standort Genf künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen. Julius Bär verfügte bereits über eine starke Präsenz in der französischsprachigen Schweiz, doch dank der Integration von MLBS wird die Position von Genf als Kompetenzzentrum weiter gestärkt. Beide Teams haben während der letzten Monate hart auf diese Fusion hingearbeitet, wodurch ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden ist. Ich freue mich darauf, diese Kooperation weiter zu vertiefen.“

Der letzte Schritt der Integration von MLBS in die Bank Julius Bär ist der technische Zusammenschluss, der voraussichtlich im ersten Quartal 2014 stattfinden wird. Dann wird die heutige IT-Plattform von MLBS in Julius Bärs Kernbanksystem integriert.

Strategische Partnerschaft zwischen Julius Bär und Kairos beginnt wie geplant
Ebenfalls am Montag haben Julius Bär und die Mailänder Kairos Investment Management SpA, angekündigt, dass sie mit dem Abschluss der Transaktion am 31. Mai 2013 einen wichtigen Meilenstein erreicht haben. Seit 1. Juni 2013 operiert das gemeinsame Geschäft unter dem Namen „Kairos Julius Baer SIM SpA“.

Nach Erhalt der Genehmigung durch die italienische Zentralbank und der Finalisierung aller nötigen technischen Details erfolgte der Abschluss der Transaktion am 31. Mai 2013. An diesem Datum erwarb Julius Bär eine Beteiligung von 19,9% an Kairos; gleichzeitig wurde wie am 12. November 2012 angekündigt Julius Bärs italienischer Vermögensverwalter Julius Baer SIM in Kairos integriert. Während der Integrationsphase wird die kombinierte Geschäftseinheit mit dem gemeinsamen Markennamen „Kairos Julius Baer SIM“ bei der italienischen Zentralbank eine Banklizenz beantragen, um in Italien eine neue Privatbank aufzubauen.

Managementstruktur gemäss Ankündigung vom 12. November 2012 unverändert
Paolo Basilico, Präsident und CEO von Kairos, und seine Partner werden „Kairos Julius Baer SIM“ mit den bestehenden Teams von Kairos und Julius Baer SIM führen und dieselbe kundenorientierte Strategie verfolgen wie bisher. Julius Bär wird im Verwaltungsrat von „Kairos Julius Baer SIM“ mit zwei Personen vertreten sein: Fabrizio Rindi, der als Präsident des Verwaltungsrates der neuen Einheit amtiert, und Loris Vallone, Leiter Business Development Schweiz. Giovanni M.S. Flury, Leiter der Region Schweiz, und Marco Mazzucchelli, Leiter Private Client Services, repräsentieren Julius Bär im Verwaltungsrat der Dachgesellschaft Kairos Investment Management SpA.

Beide Parteien werden nach ein paar Jahren gemeinsam über eine künftige Aufstockung der strategischen Beteiligung von Julius Bär entscheiden. Die Konditionen der Transaktion werden nicht veröffentlicht. (Bank Julius Bär/mc/ps)

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