Klage gegen CS und weitere Banken wegen Anleihemarkt-Manipulation

Credit Suisse
Credit Suisse-Hauptsitz in Zürich. (Foto: Credit Suisse)

Credit Suisse-Hauptsitz in Zürich. (Foto: Credit Suisse)

New York – In den USA sehen sich die Credit Suisse und weitere Finanzinstitute mit einer Schadenersatzklage wegen angeblicher Preismanipulationen im Anleihenmarkt konfrontiert. Ihnen werden laut Klageschrift geheime Absprachen im Markt für sogenannte SSA-Bonds vorgeworfen.

Bei den SSA-Bonds handelt es sich um Anleihen, die von Regierungsorganisationen oder Behörden begeben werden. Der Markt ist insgesamt neun Billionen Dollar schwer. Kläger ist das Rentensystem der Stadt Boston. Zu den beschuldigten Banken gehören ferner Bank of America, Deutsche Bank sowie Nomura aus Japan.

Der Kläger Boston Retirement System wirft den Instituten vor, durch ihr Fehlverhalten Millionen Dollar an Gewinnen kassiert zu haben – auf Kosten anderer Beteiligter. Von Credit Agricole war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die anderen Banken wollten sich nicht äussern.

Weitere Klagen
Die bei einem Bundesgericht in Manhattan eingereichte Klageschrift richtet die Vorwürfe auch an vier einzelne Händler. Beim Gericht sind bereits zahlreiche andere ähnliche Klagen eingegangen. Darin werden Banken verbotene Absprachen im Anleihen-, Rohstoff-, Devisen- und Derivatemarkt sowie Zinsmanipulationen vorgeworfen. (awp/mc/ps)

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