Postfinance zieht Schrauben bei Negativzinsen für Geschäftskunden an

Hansruedi Köng
Postfinance-Chef Hansruedi Köng. (Foto: Post)

Bern – Die Postfinance hat das Regime für Negativzinsen bei Geschäftskunden verschärft. Ab April 2021 soll bei „einigen Tausend“ der insgesamt 275’000 Geschäftskunden auf das Kontoguthaben neu bereits ab dem ersten Franken ein Negativzins fällig werden.

Betroffen von den Massnahmen sind laut Postfinance-Mediensprecher Johannes Möri grosse Kunden mit hoher Liquidität und hohen Zahlungsverkehrsvolumen. Neu soll unterhalb eines bestimmten Schwellenwertes ein individuell festgelegter und branchen- sowie unternehmensspezifischer Zinssatz gelten.

Oberhalb des Schwellenwerts kommt der „Marktpreis“, sprich der Leitzins der SNB zum Tragen, wie Möri auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP erklärte. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitschrift „K-Tipp“. Der SNB-Leitzins beträgt aktuell minus 0,75 Prozent.

Gleichzeitig betont Postfinance, dass man in der Guthabengebühr-Politik im Vergleich zu den Konkurrenzbanken „noch immer zurückhaltend“ sei. „Wir kommen nicht darum herum, die negativen Marktzinsen verstärkt an diese Kunden weiterzugeben. Zum einen, um die Wirtschaftlichkeit sicher zu stellen, zum anderen, weil wir sonst mit Liquidität überflutet werden“, sagt Möri. (awp/mc/pg)

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