Schwyzer Kantonalbank verdient im Halbjahr mehr

Susanne Thellung
Susanne Thellung wird Vorsitzende der SZKB-Geschäftsleitung. (Foto: SZKB)

Schwyz – Die Schwyzer Kantonalbank (SZKB) hat im ersten Halbjahr 2021 die Erträge und den Gewinn gesteigert. Für das zweite Halbjahr rechnet das Staatsinstitut mit einem «soliden Geschäftsgang», aber auch mit höheren Wertberichtigungen für Ausfallrisiken.

Das Ergebnis ist stark geprägt von einer ausserordentlichen Zuweisung an die Pensionskasse von 32,1 Millionen Franken. Der Geschäftserfolg nahm deswegen um 46 Prozent auf 31,8 Millionen Franken ab. Operativ war das Ergebnis allerdings positv: unter Ausklammerung des PK-Effekts wäre der Erfolg nämlich um 9,1 Prozent auf 63,9 Millionen gestiegen, wie die SZKB am Montag mitteilte.

Unter dem Strich resultierte trotz des PK-Effekts ein um 2,8 Prozent höherer Gewinn von 34,6 Millionen Franken. Das hat vor allem damit zu tun, dass im ersten Semester 2020 die Reserven für allgemeine Bankrisiken um fast 25 Millionen Franken erhöht wurden und in diesem Jahr wieder um 2,6 Millionen gesenkt wurden, eine Nettoeffekt von über 27 Millionen also.

Operative Steigerung
Insgesamt stieg der Betriebsertrag im ersten Semester um 4,1 Prozent auf 125,5 Millionen Franken. Im wichtigsten Ertragspfeiler, dem Zinsengeschäft, legte der Netto-Zinserfolg dank Auflösung von Wertberichtigungen im Kreditgeschäft um 5,7 Prozent auf 90,5 Millionen zu.

Im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfts nahm der Erfolg in der gleichen Grössenordnung auf 25,5 Millionen zu. Massgeblich dafür verantwortlich waren den Angaben zufolge der Zuwachs des SZKB-Fondsvolumens und der Vermögensverwaltungsmandate.

Rückläufig war dagegen der Erfolg im Handelsgeschäft, der um 17 Prozent auf 8,1 Millionen abnahm. Ursache dafür war der Ertrag aus der Bewirtschaftung der Devisenbestände, der aufgrund der sinkenden Zinsdifferenz vom US-Dollar zum Schweizer Franken geringer ausfiel.

Aufwand steigt wegen PK-Zuweisung
Zugenommen um rund 58 Prozent auf 88,9 Millionen Franken hat der Geschäftsaufwand. Für den starken Anstieg verantwortlich war vor allem die erwähnte Zuweisungen an die Vorsorgeeinrichtung verantwortlich. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um den Aufbau einer Zusatzversicherung für die Mitarbeitenden. Ohne diesen Effekt stieg der Geschäftsaufwand lediglich um 1,3 Prozent.

Die Kundenausleihungen sanken leicht um 0,2 Prozent auf 15,85 Milliarden Franken per Mitte Jahr. Davon sind 90 Millionen Covid-19-Krediten zuzuordnen, welche gegenüber Ende 2020 um 10 Millionen reduziert wurden.

Die Kundengelder stiegen dagegen um 1,8 Prozent auf 14,61 Milliarden Franken. Der Depotvolumenbestand nahm aufgrund des Neugeldzuflusses in Form von Wertschriften von 479,4 Millionen sowie positiven Marktentwicklung gegenüber Ende 2020 um 13,4 Prozent auf 9,31 Milliarden zu.

Für das zweite Semester geht die Bank von einem «soliden Geschäftsgang» aus. Die weiter sinkende Zinsmarge solle durch ein höheres Geschäftsvolumen und den weiteren Ausbau des Anlagegeschäfts kompensiert werden, heisst es. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation sei aber eine Zunahme der Wertberichtigungen für Ausfallrisiken möglich. (awp/mc/ps)

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