Swiss Re/IR-Day: Gruppenziele und steigende Dividenden bleiben im Fokus

Michel M. Liès

Michel M. Liès, CEO Swiss Re. (Copyright: Swiss Re)

Zürich – Die Rückversicherer Swiss Re legt den Fokus in den kommenden Jahren weiterhin auf die eingeschlagene Gruppenstrategie, die zu einer Steigerung der regulären Dividende führen soll. Für die Zeit über 2015 hinaus will der Konzern zudem die strategischen Themen erkennen, welche die Weltwirtschaft und die langfristige Nachfrage nach Erst- und Rückversicherung dann bestimmen werden. Dabei werden die Wachstumsmärkte eine stärkere Rolle einnehmen.

«Unsere oberste Priorität ist das Erreichen der Finanzziele 20112015», bestätigte CEO Michel Liès in einer Mitteilung vom Montag anlässlich des (heutigen) Investorentags die Stossrichtung des Konzerns. Im Rahmen der Finanzziele will Swiss Re beim Eigenkapital die Rendite der 5-jährigen US-Staatsanleihen um 700 Basispunkte übertreffen. Zudem sollen der Gewinn je Aktie und das ökonomische Eigenkapital pro Aktie (plus Dividende) jährlich jeweils um rund 10% wachsen.

Kosteneinsparungen bis zu 300 Mio USD
Wie der Rückversicherer am Montag weiter bekannt gab, sind bis 2015 Kosteneinsparungen im Umfang von 250 bis 300 Mio USD eingeplant. Diese Einsparungen würden dann gruppenweit für Geschäfte in den Bereichen verwendet, die attraktive Renditen böten. Ein Teil davon sei etwa für die Verlagerung von Geschäftsaktivitäten in die Wachstumsmärkte vorgesehen.

Swiss Re sei auf gutem Weg, um bis 2015 wie angestrebt 20 bis 25% der Gruppenprämien in den sogenannten High Growth Markets (HGM) zu erzielen, heisst es in der Präsentation von Michel Liès weiter. Im Jahr 2012 stammten bei Prämieneinnahmen von insgesamt 25,4 Mrd USD rund 15% aus diesen Märkten. Besonders im Fokus für künftiges Wachstum stehen etwa die Länder Mexiko, Brasilien, Indien, Indonesien und natürlich China.

Performance in L&H steigern
Ein Thema des Investorentags ist das Life & Health-Geschäft, wo ein Grossteil der Aktivitäten die Rentabilitätserwartungen zum heutigen Zeitpunkt erfülle oder gar übertreffe. Die Ausnahme bilde das Portefeuille der vor 2004 gezeichneten US-Einzelleben-Versicherungen, so die Mitteilung. Da habe Swiss Re damit begonnen, die nötigen Massnahmen umzusetzen.

In Life & Health rechnet Swiss Re bis 2015 mit einer Eigenkapitalrendite von 10 bis 12%. Allerdings würden die Massnahmen zur Steigerung der Effizienz das Ergebnis vor Steuern (in US-GAAP) im Jahr 2014 mit rund 0,5 Mrd USD belasten.

Schuldenabbau
Im Kapitalmanagement stehe die Steigerung der regulären Dividende sowie eine Kapitalallokation, welche die Nutzung profitabler Geschäftschancen ermögliche, im Vordergrund. Gleichzeitig soll zur Maximierung der Rendite bis 2016 die Verschuldung um mehr als 4 Mrd USD reduziert werden. So unterbreite beispielsweise eine Swiss Re-Tochter heute ein Rückkaufangebot für drei Tranchen von nicht-nachrangigem Fremdkapital.

Im Asset Management setzt Swiss Re die Strategie fort und wird den Anteil hochwertiger Unternehmensanleihen weiter erhöhen und im Gegenzug das Exposure in Staatsanleihen abbauen. (awp/mc/upd/ps)

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