ZKB KMU Index: Tiefere Volumen im ausserbörslichen Handel

ZKB Nebenwerte

Das Gesamtvolumen im ausserbörslichen Handel der Zürcher Kantonalbank (ZKB) hat in der vergangenen Woche um gut 61% abgenommen. Die Anzahl der Abschlüsse sank auf 132 nach 189 in der Vorwoche. Der ZKB KMU Index verbesserte sich auch ohne Kursavancen der Zur Rose­-Aktie um 0.2% auf 1’277.67 Punkte.

Zur Rose sorgte aber einmal mehr für den höchsten Umsatz. In 36 Transaktionen wurde über 915’000 CHF umgesetzt. Die Apo­thekengruppe legte jüngst ihre Zahlen für das erste Quartal 2017 vor. Demnach stieg der Umsatz um 7.1%. Unter dem Strich resultierte allerdings ein Jahresverlust von CHF 9.5 Mio. Das Unternehmen strebe weiteres Wachstum an und kläre der­zeit ab, wie dieses finanziert werden solle, wie es weiter hiess.

Grössere Volumen gab es in den Papieren der Schweizer Zu­cker AG. Obwohl die Politiker die Einführung einer Steuer für gesüsste Nahrungsmittel planen, wurden in zwei Trades 240’000 CHF erzielt. Ein gutes Volumen erreichten auch die WWZ­-Valoren mit rund 111’000 CHF in sieben Abschlüssen.

Ohne Nachrichten büsste der Zuger Energiedienstleister WWZ 1.5% ein und fand sich an zweiter Position auf der Verliererseite wieder. Die Anteile der Gotthard Raststätte waren derweil auch ohne Neuigkeiten in acht Trades gesucht. Im vergangenen Jahr haben die Tessiner aufgrund von verschieden Faktoren, wie Baustelle und Währungsproblemen, rote Zahlen ausgewiesen. Die Titel büssten seit Ende April um 5.3% ein.

Bei den Kursgewinnern fiel die Auto AG Holding auf (+7.3%). Der Nutzfahrzeug-­Dienstleister gab vor mehr als einer Woche die Übernahme der Nater Nutzfahrzeuge AG bekannt. Sowohl Espace Real Estate als auch Zürichsee­-Fähre Horgen-­Meilen stiegen um rund 1.5%. Die Plaston Holding AG setzte ihren Höhenflug fort, seit Ende April werden die Titel gesucht. In der berichtsrelevanten Periode stieg der Kurs um 1.4%.

Die grössten Kursverluste verbuchten, der Biotta­-Saft-Hersteller, Thurella (­2.4%) unter Ausbleiben von Neuigkeiten. NZZ gin­gen um 1.5% zurück. Das Medien-­Haus teilte mit, dass das zur Gruppe gehörende St. Galler Tagblatt Martin Oswald zum neuen Leiter Online gewählt hatte.

Jahreszahlen gab es auch von Patiswiss. Der Bäckereizulieferer steigerte 2016 den Umsatz um 2.2%. Der EBIT und der Reinge­winn gingen dagegen um 19% respektive um 31% zurück.

Dagegen verdiente die Triba Partner Bank, die vollständig in die Valiant­-Gruppe übergehen soll, im vergangenen Geschäfts­jahr 5.0% mehr als 2015. Der Nettoerfolg im Zinsengeschäft verbesserte sich um 4.4%. (Quelle: awp)

Unternehmensnachrichten
Die zur NZZ Gruppe gehörende St. Galler Tagblatt hat Martin Oswald zum neuen Leiter Online gewählt. Oswald wechselt vom Schweizer Ra­dio und Fernsehen SRF zur NZZ-­Mediengruppe. (Quelle: awp)

Die Triba Partner Bank, die vollständig in die Valiant­Gruppe über­gehen soll, hat im Geschäftsjahr 2016 mehr verdient. Der Gewinn verbesserte sich um 5.0% auf CHF 2.9 Mio. Die Aktionäre erhalten wie schon im Vorjahr eine unveränderte Dividende von CHF 30 pro Aktie. Die in den luzernischen Ämtern Sursee und Willisau verankerte Regionalbank erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Geschäftser­folg von CHF 3.8 Mio. nach CHF 3.1 Mio. im Jahr davor. Getragen wurde dieser Zuwachs vom 4.4% höheren Nettoerfolg im Zinsenge­schäft. Allerdings bleibe die Zinsmarge von 1.16% (VJ 1.11%) nach wie vor vom historisch tiefen Zinsniveau geprägt. er Erfolg aus dem Kommissions­und Dienstleistungsgeschäft beträgt derweil CHF 1.6 Mio., das sind 1.6% mehr als im Jahr 2015. Und der Erfolg aus dem Handelsgeschäft ging hingegen um 12% auf CHF 0.4 Mio zurück, während der übrige Erfolg mit CHF 0.4 Mio nur leicht unter Vorjahr liegt. Deutlich verbessert hat die Triba Bank derweil den Geschäfts­aufwand, der um 4.9% auf CHF 8,4 Mio CHF gesenkt werden konn­te. Allein der Personalaufwand reduzierte man um 7.2% und der Sachaufwand nahm um 2.4% ab. In der Bilanz blieb die Summe bei­nahe unverändert auf CHF 959.1 Mio. (­0,2%) stehen. Die Auslei­hungen an Kunden verzeichneten einen Netto­-Zuwachs von CHF 4.7 Mio. (+0.6 %) und die Kundengelder haben um CHF 5.1 Mio. (­0.7%) abgenommen. Die Triba Partner Bank kooperiert seit 2010 mit der Va­liant­-Bankengruppe. Im März kündigte Valiant an, Triba ganz über­nehmen zu wollen. Die Valiant­-Gruppe, bietet 1’450 CHF in bar pro Triba­-Aktie. Zuletzt hielt die Bank mit Sitz in Bern als grösster Aktionär rund 31% des Kapitals. Der Triba­-Verwaltungsrat unterstützt das Kaufangebot.

Der Bäckereizulieferer Patiswiss hat im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 2.2% auf CHF 16.68 Mio. gesteigert, wobei die Ab­satzmenge um 5.3% auf 1.47 Mio. kg zugenommen hat. Der Be­triebsgewinn EBIT ging allerdings um 19% auf CHF 0.29 Mio. und der Reingewinn um 31% auf CHF 0.23 Mio. zurück, wie dem Geschäfts­bericht zu entnehmen ist. Den Aktionären soll dennoch eine unverän­derte Dividende von CHF 7.50 CHF je Aktie ausgeschüttet werden. Der Umsatzanstieg sei hauptsächlich auf eine Steigerung im Industrie­kanal zurückzuführen. Auch die Geschäftsfelder Gewerbe und der Grosshandel lagen leicht über dem Vorjahr. Rückläufig waren dage­gen die Umsätze im Export und Gastronomiebereich. Für den Ge­winnrückgang seien hauptsächlich die starken Schwankungen bei den Rohmaterialpreisen verantwortlich. So hätten die Preise der Hauptroh­stoffe Haselnüsse und Mandeln im Lauf des Jahres 2016 massiv nach­gegeben, allerdings sei die Entwicklung von „wilden Ausschlägen“ nach oben und unten begleitet worden. Dabei habe insbesondere die Volatilität der Mandelpreise nicht vollumfänglich ausgeglichen werden können. Mit Blick in die Zukunft zeigt sich Patiswiss trotz makroöko­nomischer Unsicherheiten zuversichtlich. Dank der Investitionen der Vergangenheit könnten weiterhin gute Resultate erzielt werden, so Patiswiss. Im laufenden Jahr stünden unter anderem weitere Investiti­onen in grössere Kühllager an. (Quelle: awp)

Auf dem Flughafen Bern im Belpmoos beginnt am 17. Mai die zwei­te Etappe der Pistensanierung. Bis Mitte Juli wird in fünf Nächten pro Woche Etappe für Etappe der Belag erneuert. Auf den Flugverkehr haben die Arbeiten keinen Einfluss. Die Kosten für die beiden Pisten­sanierungsetappen belaufen sich auf fünf Millionen Franken. Es ist die erste umfassende Sanierung der Belpmoos­Piste. Bis auf einen neuen Teil im Süden stammt die Piste aus dem Jahr 1959. (Quelle: awp)

Die Apothekengruppe Zur Rose strebt weiteres Wachstum an und klärt derzeit ab, wie dieses finanziert werden soll. Um die sich zusätz­lich bietenden Wachstumsmöglichkeiten wahrnehmen zu können, evaluiere der Verwaltungsrat Optionen, um zusätzliche Mittel aufzu­nehmen, schreibt Zur Rose in der Mitteilung vom Freitag. Die Zur Ro­se­-Gruppe habe die Banken UBS und Berenberg damit beauftragt, Optionen zur Mittelaufnahme zu prüfen. Diese schliessen etwa einen Börsengang mit Kapitalerhöhung, weitere private Finanzierungen so­wie auch zusätzliche Fremdfinanzierungen mit ein. Der Verwaltungsrat werde in den kommenden Wochen gegebenenfalls zu einer ausseror­dentlichen Generalversammlung einladen, an der die Voraussetzun­gen für die nächsten Wachstumsschritte geschaffen würden. In der Mitteilung zur ordentlichen Generalversammlung hat Zur Rose auch die Zahlen zum ersten Quartal vorgelegt. Dabei legte der Nettoumsatz um 7,1% auf 229,1 Mio CHF zu. Das Betriebsergebnis (EBIT) rutschte jedoch mit 8,41 Mio in die Verlustzone ab (VJ Gewinn 0,15 Mio), was unter dem Strich einen Unternehmensverlust in Höhe von 9,45 Mio (VJ Verlust 0,85 Mio) zur Folge hatte. (Quelle: awp)

Ausblick
Der Handel in den ausserbörslichen Aktien dürfte in der nun an­gelaufenen Woche in ähnlich ruhigen Bahnen verlaufen. Nach wie vor ist die GV­Saison in vollem Gange, was allenfalls zu Be­wegung in den betroffenen Titeln führen könne. (ZKB/mc/ps)


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