ZKB Weekly KMU Portrait: AG für die Neue Zürcher Zeitung

NZZ
(Foto: NZZ Mediengruppe)

Die NZZ-Mediengruppe gehört zu den grössten Medienunternehmen der Schweiz. Die Gruppe ist eingeteilt in die drei Geschäftsbereiche NZZ Medien, Regionalmedien und Business Medien.

Geschäftsjahr 2016: Die NZZ Mediengruppe erlitt aufgrund des strukturellen Rückgangs im Werbemarkt eine Umsatzeinbusse von 3% auf CHF 442.7 Mio. Dank Umsetzung verschiedener Kostensenkungsmassnahmen und dank der neuen Tochtergesellschaften (Bindexis, Zürich Film Festival, Archionic) stieg jedoch der konsolidierte EBIT um 27% auf CHF 27.4 Mio., was einer Marge von 6.2% entspricht. Unter dem Strich bleibt ein um 7% höherer Reingewinn von CHF 23.8 Mio. Die Segmente schnitten wie folgt ab: Im Geschäftsbereich NZZ Medien, zu dem «Neue Zürcher Zeitung» und «NZZ am Sonntag» zählen, sank der Umsatz um CHF 11.8 Mio. auf 164.5 Mio. Die Zahl der zahlenden Kunden hat sich dagegen erhöht, die Einnahmen aus dem Lesermarkt stabil entwickelt. Einsparungen und Optimierungen erlaubten es, den Umsatzrückgang überzukompensieren und einen EBIT von CHF 6.8 Mio. zu erwirtschaften. Auch bei den Regionalmedien wurde ein Umsatzrückgang von 2.9% (EBIT-Marge 7%) verbucht. Business Medien konnten dank Akquisitionen eine Umsatzzunahme von 22% (EBIT Marge 7.8%) vermelden. Das Eigenkapital inkl. Minderheitsanteile sank wegen Goodwill- Verrechnungen aus Akquisitionen und Dividendenausschüttungen um CHF 12.9 Mio. auf CHF 280.3 Mio. oder CHF 7007 pro Aktie. An der Generalversammlung von 22. April 2017 wird über eine unveränderte Dividende von CHF 200 pro Aktie abgestimmt.

Ausblick: Die Gruppenleitung setzt weiterhin auf verbesserte Angebote und Produkte. Bei den Business Medien wird die Wachstumsstrategie in den Bereichen Informationsdienste, Konferenzen und Fachmedien weiter vorangetrieben.

Fazit: Die NZZ Gruppe muss weiterhin grosse Anstrengungen unternehmen, um den strukturellen Rückgang in der Printwerbung zu kompensieren. Der Fokus wird auch in Zukunft weiterhin auf qualitativ hochstehende Inhalte gelegt. Die steigendenden übrigen Erträge sind eine Folge der Akquisitionen im Bereich Businessmedien. Im vergangenen Jahr konnte das Gesamtresultat u.a. dank Effizienzsteigerungen verbessert werden. Die operativen Margen sind im Direktvergleich mit der Tamedia auf einem leicht tieferen Niveau. Dennoch ist eine Erholung über die letzten drei Jahre sichtbar. Trotz des Anstieges des Aktienkurses um 5.7% in den letzten 12 Monaten ist keine Überbewertung der Titel feststellbar. Aktuell liegt das Kurs/ Eigenkapital- Ratio mit 0.87 unter dem Sektorschnitt liegt. Aufgrund der sinkenden Bilanzsumme konnte sich die Eigenkapitalquote, trotz Goodwillabschreibungen, leicht erhöhen. Dennoch ist die Bilanz immer noch grundsolide, zumal sie noch von einem stattlichen Immobilienportfolio unterlegt ist. Mit der geplanten Ausschüttung beträgt die Dividendenrendite attraktive 3.27%. Es ist davon auszugehen, dass im laufenden Jahr weitere kleinere Übernahmen getätigt werden. (ZKB/mc)

 


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