Astronomen bestätigen Einschlag der SpaceX-Raketenstufe auf Mond
Forscher am Very Large Telescope in Chile haben den Aufprall des riesigen SpaceX-Raketenteils auf dem Mond nachgewiesen. Sie beobachteten Signale der beim Crash entstandenen Wolke. Ein Foto fehlt noch.
Ein vier Tonnen schweres Schrottteil einer SpaceX-Rakete ist Wissenschaftlern zufolge auf dem Mond eingeschlagen. Die in Chile ansässige Europäische Südsternwarte (ESO) teilte am Mittwoch mit, dass sie mithilfe ihres hoch entwickeltem Very Large Telescope (VLT) entsprechende Spektrallinien entdeckt habe. Der Aufprall habe sich genauso ereignet wie erwartet (mehr hier ).
Man habe die «chemischen Fingerabdrücke» von Natrium- und Lithiumgas in der Aufprallwolke nachgewiesen, berichten die ESO-Astronomen auf Facebook. Die Spektrallinien seien nach dem Aufprall für fünf bis zehn Minuten nachweisbar gewesen.
Das Natrium stamme wahrscheinlich aus dem Mondboden, während das Lithium von der Rakete selbst kommen könne, schreiben die Forscher. Das Team werde weitere Details bekannt geben, sobald eine vollständige Analyse durchgeführt worden sei.
Die SpaceX-Trägerrakete Falcon 9 hatte im Januar 2025 zwei Mondlandgeräte ins All befördert. Der Raketenantrieb landete auf der Erde, die oberste Raketenstufe blieb jedoch im All. Sie wiegt rund vier Tonnen und ist so hoch wie ein fünfstöckiges Gebäude.
Durch «eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft» sei das Raketenteil von seinem berechneten Kurs abgekommen, sodass es unbeabsichtigt auf den Mond zusteuerte, sagte die zuständige SpaceX-Direktorin Julianna Scheiman vor dem Aufprall.