Chinas Industrieproduktion nimmt Fahrt auf

Chinas Industrieproduktion nimmt Fahrt auf
(Bild: © JohnKwan / AdobeStock)

Peking – Die chinesische Industrieproduktion ist im November schneller als erwartet gewachsen. Sie stieg im abgelaufenen Monat im Jahresvergleich um 3,8 Prozent, wie Daten des Nationalen Statistikamtes am Mittwoch zeigten.

Von Reuters befragte Analysten hatten 3,6 Prozent erwartet. Im Oktober war die Produktion um 3,5 Prozent gewachsen. Eine höhere Energieproduktion und eine Senkung der Rohstoffpreise gaben der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt Schwung. Die Detailhandelsumsätze stiegen im November im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent und blieben damit unter dem von Analysten erwarteten Wachstum von 4,6 Prozent und dem Anstieg von 4,9 Prozent im Oktober.

Die Industriebetriebe hatten in den vergangenen Monaten unter Engpässen bei Strom und Rohstoffen zu kämpfen. Diese drückten vor allem im September auf die Produktion. Zudem ringen die Industriekonzerne immer wieder mit harten Massnahmen, mit denen die Regierung lokale Corona-Ausbrüche strikt begrenzen will. Die Aktivitäten in den betroffenen Regionen liegen dann meist weitestgehend still.

Detailhandel und Investitionen bleiben hinter Erwartungen zurück
Andere Bereiche der chinesischen Wirtschaft wurden durch die Probleme im Immobiliensektor und immer wieder auftretende Corona-Ausbrüche stärker belastet als erwartet. So habe der Umsatz im Detailhandel im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 3,9 Prozent zugelegt, teilte die Regierung am Mittwoch in Peking mit. Im Oktober hatte der Detailhandelsumsatz noch um 4,9 Prozent zugelegt. Experten hatten zwar mit einer Abschwächung gerechnet, dabei aber im Schnitt mit einem Plus von 4,7 Prozent gerechnet. Ebenfalls schwächer als erwartet haben sich die Sachinvestitionen entwickelt.

Bei den Sachinvestitionen lag das Volumen bis Ende November 5,2 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit etwas niedriger als von Analysten erwartet. In den ersten zehn Monaten hatte der Anstieg noch bei 6,1 Prozent gelegen. Das Wachstum der Immobilieninvestitionen ging dabei überproportional zurück. (awp/mc/pg)

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