Deutsche Telekom startet dank US-Geschäft mit Zuwachs ins Jahr

Timotheus Höttges
Timotheus Höttges, CEO Deutsche Telekom. (Foto: Telekom)

Timotheus Höttges, CEO Deutsche Telekom. (Bild: Telekom)

Bonn – Die Deutsche Telekom hat dank der boomenden US-Mobilfunktochter in den ersten drei Monaten einen kräftigen Umsatzschub verbucht. Dank Zukäufen und anziehender Handyverkäufe bei T-Mobile US steigerten die Bonner die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 14,89 Milliarden Euro, wie die Telekom am Donnerstag in Bonn mitteilte.

Die Investitionen in neue Kunden gingen aber erneut ins Geld: Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um knapp 4 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro zurück. Aus eigener Kraft hätte den Angaben zufolge hier gar ein Minus von gut 8 Prozent gestanden. Unter dem Strich fuhr die Telekom dank des Teilverkaufs der Scout24-Gruppe einen Gewinn von 1,82 Milliarden Euro ein nach 564 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Ausblick bestätigt
Die Prognose für das Gesamtjahr hielten die Bonner stabil, obwohl die US-Sparte ihre Gewinnaussichten wegen niedrigerer Preise und aggressiven Marketings vorige Woche etwas eingedampft hatte. Der seit Anfang des Jahres amtierende Telekom-Chef Tim Höttges sah sich bei den Investitionen ins US-Geschäft bestätigt. «Es war die goldrichtige Entscheidung, mutig in diesen Markt zu investieren», sagte er laut Mitteilung. Das Geschäft in den Vereinigten Staaten trägt mittlerweile fast genauso viel zu den Erlösen bei wie der Heimatmarkt, auf dem sich die Mobilfunkumsätze mit einem knappen Plus stabilisierten.

Telekom dementiert Bericht über radikalen Konzernumbau
Die Telekom hat einen Zeitungsbericht über einen radikalen Konzernumbau entschieden zurückgewiesen. «Die Spekulationen, vor allem über Personen, sind absoluter Blödsinn», teilte ein Telekom-Sprecher in Bonn mit. Das «Handelsblatt» (Donnerstagsausgabe), hatte zuvor berichtet, Konzernchef Tim Höttges wolle die Telekom ganz und gar auf den europäischen Markt konzentrieren. Bei dem Umbau stehe die Hälfte des Vorstands zur Disposition.

«Wir weisen die Spekulationen des «Handelsblatts» entschieden zurück. Der Beitrag entbehrt jeder Grundlage», versicherte der Sprecher. Höttges habe zur Bilanzpressekonferenz Anfang März die neue Strategie des Konzerns vorgestellt. «Daran halten wir fest.» (awp/mc/upd/ps)

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