Preisauftrieb in Eurozone nimmt zu

Inflation Eurozone
(Bild: © fotomek / fotolia.com)

Brüssel – Trotz massiver Geldspritzen der EZB bleibt die Inflation in der Eurozone weiter deutlich unter dem Zielwert der Währungshüter. Die Konsumentenpreise legten im November um 1,5 Prozent zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt Eurostat am Montag auf Basis endgültiger Daten mitteilte.

Im Oktober lag die Teuerung bei 1,4 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt einen Wert von knapp zwei Prozent an, der als ideal für die Konjunktur gilt.

Sie wird ihren eigenen Ökonomen zufolge das Inflationsziel auch in den kommenden Jahren trotz verbesserter Wirtschaft verfehlen. Die Ökonomen der EZB veranschlagen für 2020 eine Teuerungsrate von 1,7 Prozent. EZB-Präsident Mario Draghi erwartet jedoch, dass sich die Inflation mittelfristig in Richtung Zielwert bewegen wird.

Die EZB kauft massenweise Staatsanleihen und andere Wertpapiere auf, um so die Inflation anzuheizen und die Wirtschaft auf Trab zu bringen.

Angesichts des um sich greifenden Aufschwungs in den Staaten der Währungsunion wird sie das Volumen ab Januar jedoch auf 30 Milliarden Euro pro Monat halbieren. Die Käufe sollen bis mindestens Ende September 2018 fortgesetzt werden. Das Gesamtprogramm ist damit inzwischen auf 2,55 Billionen Euro angelegt. (awp/mc/ps)

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