Stimmung in Chinas Industrie sinkt überraschend

China
(Foto: JohnKwan - Fotolia.com)

Peking – Die Stimmung in der chinesischen Industrie hat sich überraschend leicht verschlechtert. Im April ging sowohl der vom Staat ermittelte Einkaufsmanagerindex zurück als auch der des Wirtschaftsmagazins „Caixin“. Dieser fiel nach Angaben vom Dienstag im April von 50,8 Punkten im Vormonat auf 50,2 Zähler.

Der staatliche Indikator sank auf 50,1 (März: 50,5) Punkte. Experten hatten damit gerechnet, dass beide Indikatoren zumindest auf dem Niveau des Vormonats liegen werden. Damit ist die Industrietätigkeit weiter expansiv, doch langsamer als zuvor.

Neue Aufträge insgesamt gingen leicht zurück, sind allerdings noch im positiven Bereich. Mit nachlassender Nachfrage im Ausland gingen aber die neuen Exportaufträge zurück. „Allgemein zeigte Chinas Wirtschaft im April gute Widerstandsfähigkeit, stabilisierte sich aber auf einer schwächeren Grundlage und erreicht keinen Wendepunkt zum Besseren“, sagte der Ökonom Zhong Zhengsheng.

Index noch knapp über Expansionsschwelle
Der „Caixin“-Index, der besonders kleine und private Unternehmen erfasst, lag damit nur knapp über der kritischen Grenze von 50 Punkten. Darüber ist von einer Expansion der Industrie auszugehen, darunter muss mit einer Kontraktion gerechnet werden. Der staatliche Indikator konzentriert sich vor allem auf grosse und staatlich kontrollierte Konzerne. (awp/mc/ps)

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