Walmart profitiert vom Onlinehandel und hebt Ausblick an

Walmart profitiert vom Onlinehandel und hebt Ausblick an
Online-Geschäft bei Walmart boomt weiter. (Foto: Walmart)

Bentonville – Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat dank florierender Geschäfte seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Walmart rechnet für die zwölf Monate bis Ende Januar 2020 nun im Vergleich zum Vorjahr im besten Fall mit einen leichten Anstieg des um Sondereffekte bereinigten Gewinns je Aktie, wie die Supermarktkette mitteilte. Auch ein leichter Rückgang sei noch möglich. Bisher war der Konzern in jedem Fall mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich ausgegangen.

Auch beim Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis und beim operativen Gewinn will Walmart nun besser abschneiden als bislang erwartet. Unternehmenschef Doug McMillon zeigte sich mit dem zweiten Quartal entsprechend zufrieden. Walmart gewinne Marktanteile, sagte er.

Aktie schiesst in die Höhe
Anleger reagierten begeistert auf die Nachrichten. Die Walmart-Aktie legte in New York in der ersten Handelsstunde um 4,3 Prozent zu.

Onlinehandel legt um 37% zu
Im zweiten Geschäftsquartal profitierte Walmart von einem abermals starken US-Geschäft, während die Erlöse im internationalen Geschäft unter dem stärkeren Dollar-Kurs litten. Das US-Geschäft legte auf vergleichbarer Basis um knapp drei Prozent zu. Besonders stark wuchs einmal mehr der Onlinehandel, der um 37 Prozent zulegte. Konzernweit stieg der Umsatz um knapp zwei Prozent auf 130,4 Milliarden US-Dollar (117 Mrd Euro). Damit übertraf Walmart die Erwartungen der Analysten.

Allerdings sank der operative Gewinn in den drei Monaten bis Ende Juli um drei Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar, was an der Einbeziehung der Beteiligung des indischen Internethändlers Flipkart lag.

Überschuss von 3,6 Mrd Dollar
Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Überschuss in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar, nachdem Walmart im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 861 Millionen Dollar eingefahren hatte. Im vergangenen Jahr hatte eine milliardenschwere Abschreibung auf den verkauften Mehrheitsanteil an dem Geschäft in Brasilien für die roten Zahlen gesorgt. (awp/mc/pg)

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