AMS steigert Umsatz und Gewinn im dritten Quartal kräftig

AMS steigert Umsatz und Gewinn im dritten Quartal kräftig
AMS-CEO Alexander Everke. (Foto: AMS)

Unterpremstätten – Der Halbleiterhersteller AMS hat im dritten Quartal vor allem dank Aufträgen von Smartphone-Herstellern kräftig zugelegt. Auch im vierten Quartal rechnet die Gruppe mit einer guten Auftragslage, während man sich mit Blick auf die geplante Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram zuversichtlich zeigt.

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 41 Prozent auf 645,0 Millionen US-Dollar, wie das österreichische und an der Schweizer Börse gehandelte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Verglichen mit dem zweiten Quartal legten die Verkäufe gar um 57 Prozent zu.

Insbesondere im Consumer-Geschäft setzte AMS dank der guten Nachfrage nach optischen Bild- und Audiosensoriklösungen den Steigerungslauf fort. Produkthochläufe im Smartphone-Bereich seien der Hauptreiber des kräftigen Wachstums, schreibt AMS.

Immer mehr Anwendungen von AMS werden etwa in den Endgeräten des wichtigsten Kunden Apple verbaut. Zudem hat der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino im Herbst die neue i-Phone-Serie 11 lanciert, was AMS zusätzliche Aufträge beschert.

Profitabilität gesteigert
Das wachsende Volumen sowie Einsparungen auf der Kostenseite führten dazu, dass AMS die Profitabilität des Geschäfts deutlich steigerte. Die Ergebnisse kletterten noch stärker als der Umsatz in die Höhe.

Der vor allem um Akquisitionseffekte bereinigte Betriebsgewinn (EBIT adjustiert) wuchs auf 177,9 Millionen Dollar, nachdem dieser vor einem Jahr bei 57,6 Millionen und im Vorquartal bei 49,5 Millionen gelegen hatte. Die EBIT-Marge rückte seit letztem Jahr um 15 Prozentpunkte auf 28 Prozent vor.

Unter dem Strich schoss der Gewinn im dritten Quartal auf 158,1 Millionen Dollar in die Höhe nach 17,8 Millionen vor Jahresfrist beziehungsweise 24,9 Millionen im zweiten Quartal.

Mit den vorgelegten Zahlen hat AMS die eigenen Prognosen und jene der Analysten übertroffen. Im Juli hatte AMS einen Umsatz im Bereich von 600 bis 640 Millionen Dollar in Aussicht gestellt und Analysten hatten im Durchschnitt (AWP-Konsens) mit 597 Millionen gerechnet. Die EBIT-Marge wollte man über die Marke von 25 Prozent führen, während von Analysten 25,3 Prozent erwartet wurden.

Im laufenden vierten Quartal geht AMS von einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung insbesondere auch im Smartphone-Bereich aus. Der Umsatz soll im Bereich von 610 bis 650 Millionen Dollar liegen nach 491 Millionen vor einem Jahr. Das entspräche einem Wachstum von 28 Prozent.

Zuversicht für Osram-Angebot
Bei AMS dreht sich derweil seit Wochen und Monaten alles auch um die Frage, ob der geplante Kauf des deutschen Lichtkonzerns Osram gelingt. Nachdem der letzte Versuch dazu gescheitert war, hatte AMS am vergangenen Freitag ein neues Angebot lanciert. AMS bietet je Osram-Aktie erneut 41 Euro, reduziert aber Mindestschwelle zur Annahme des Angebots auf 55 Prozent. Beim letzten Versuch wurde die Schwelle von 62,5 Prozent noch verfehlt.

AMS halte bereits einen Fünftel an Osram und man sei zuversichtlich, dass die Übernahme gelinge, hiess es dazu im Communiqué vom Dienstag. Das Angebot sei „finanziell attraktiv und strategisch überzeugend“. Zusammen mit Osram wolle man ein „weltweit führendes Unternehmen“ für Sensorlösungen und Photonik schaffen. Noch wartet AMS auf die Zustimmung der deutschen Behörden.

Am Freitag hatte die Aktie daher noch klar an Wert verloren. Am Montag ging es mit dem AMS-Kurs in die andere Richtung, da nach dem Rückzug der ebenfalls an Osram interessierten Finanzinvestoren Bain und Advent ein teurer Bieterkampf als unwahrscheinlich angesehen wurde. Am Dienstag drehten die Titel nach Anfangsgewinnen in die Verlustzone und schlossen knapp 4 Prozent im Minua. Im Handel wurden dafür Gewinnmitnahmen und die Vorsicht vor dem Stemmen der Osram-Übernahme genannt. (awp/mc/ps)

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