Huawei-Studie: Global Connectivity Index 2020 – Schweiz weiterhin in Top-Position

Schweiz
(Pixabay)

Dübendorf – Die Schweiz teilt sich im Global Connectivity Index (GCI) 2020 von Huawei neu den zweiten Platz mit Singapur. Damit macht die Schweiz den Punkt wett, der letztes Jahr noch für die zweitbeste Punktzahl im Ranking fehlte. Ansonsten verändert sich unter den Top 3 nichts: Die Rangliste wird weiterhin von den USA angeführt.

Dass sich die Schweiz seit Beginn der GCI-Studie 2015 Jahr für Jahr auf Platz drei befindet (2020 mit gleicher Punktzahl wie Singapur auf Platz 2) bedeutet nicht, dass sich die Schweiz nicht weiterentwickelt. Für ihr Top-Platzierung brauchte sie 2020 deutlich mehr Punkte als vor fünf Jahren. In Bereichen wie ICT-Investment, Cloud-Investment, ICT-Gesetze aber auch IoT-Analytics oder ICT-Geschäftsmodellen ist die Schweiz herausragend.

Der Graben zwischen den am stärksten und den am schwächsten digitalisierten Länder wird kleiner
Die Connectivity-Punktzahl wuchs in den letzten Jahren besonders in den Bereichen Cloud und IoT. Jedoch verzeichnen andere Länder ähnliche und zum Teil sogar grössere Fortschritte. Dies führte dazu, dass Länder, die sich in der Anfangsphase vom Ausbau ihrer ICT-Infrastruktur befinden, den Abstand zu den führenden Volkswirtschaften verringerten. Länder mit besonders deutlichen Entwicklungsfortschritten waren Kasachstan, Thailand und Saudi-Arabien.

Das IT-Budget entscheidet über die digitale Transformation
Was Frontrunner (die Top 20) an die Spitze treibt und dort hält, ist die Priorisierung des ICT-Sektors bei der Bestimmung des Länderbudgets. Während Starters (ab Platz 58) ihre IT-Budgets im Vergleich zum Vorjahr um 4.9 Prozent kürzen, schützen Frontrunner das IT-Budget stärker, was sich in einer durchschnittlichen Budgetabnahme von nur 1.4 Prozent niederschlägt. Dementsprechend können Frontrunner ihre Prioritäten wie Investitionen in 4G und 5G, Big Data, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge vorantreiben, um intelligentere und innovativere Volkswirtschaften zu entwickeln.

Dies wiederum ist ein wichtiger Faktor, um die Bruttowertschöpfung pro Arbeitnehmer zu erhöhen und somit die Volkswirtschaft anzutreiben. Gerade in der Corona-Krise kann die digitale Transformation die Wirtschaft wieder in Schwung bringen, die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit sowie die Resilienz im Falle künftiger Pandemien verbessern. (Huawei/mc/ps)

Über die Studie
Huawei hat für 2020 den siebten Global Connectivity Index (GCI) veröffentlicht. Er zeigt für 79 Länder weltweit die Fortschritte beim Aufbau digitaler Infrastruktur und Fähigkeiten auf. Beobachtet und verglichen werden dazu die vier technologischen «Enabler» Breitband-Internetzugang, Cloud, AI (Artificial Intelligence) und IoT (Internet of Things).
Die vier Bereiche Angebot, Nachfrage, Erfahrung und Potential misst die Studie anhand 40 Indikatoren – zehn pro Bereich. Das Angebot umfasst Indikatoren wie die Entwicklung der ICT-Investitionen oder der Anzahl 4G und 5G-Verbindungen. Die Nachfrage misst sich am Interesse an künstlicher Intelligenz oder der Anzahl Haushalte mit Computerausstattung. Die Erfahrungswerte hangen von Faktoren wie dem Bewusstsein für Cyber-Sicherheit und IoT-Analytics ab. Das Potential hingegen wird an IT-Fachkräften oder an von ICT beeinflussten Geschäftsmodellen gemessen.

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