Lego macht seine Klötzchen smart
Auf der Hightechmesse CES staunt man Bausteine: Lego hat vernetzende Klemmklötzchen angekündigt. Das Publikum reagierte begeistert. Daran hatten allerdings auch ein paar alte Star-Wars-Stars einen Anteil.
Lego auf der CES? Was haben dänische Klemmbausteine zwischen Haushaltsrobotern, die Realität verändernden Computerbrillen und High-End-Fernsehern verloren? Eine ganze Menge. Das meint jedenfalls das Management des dänischen Klötzchen-Bauers und kündigt an, Legosteine smart zu machen. Das »Lego Smart Play« genannte System sei für die Firma »eine der bedeutendsten Entwicklungen seit der Einführung der Lego-Minifigur im Jahr 1978«, hiess es bei einer Präsentation im Vorfeld der Hightechmesse in Las Vegas.
Schon bevor es mit ihrer Präsentation losging, sicherten sich die Lego-Managerin Julia Goldin und ihr Kollege Tom Donaldson mit einer Videoeinspielung, in der sie als Minifiguren über die Leinwand flogen, tosenden Applaus. Zeitweise wirkte die Pressekonferenz wie das Heimspiel eines Fussballvereins, bei dem es für gute Aktionen frenetischen Szenenapplaus gibt. Kein Wunder, denn Lego kennt jeder. Das dänische Unternehmen – knapp 27.000 Mitarbeiten, knapp sechs Milliarden Euro Jahresumsatz – ist seit vielen Jahrzehnten in Kinderzimmern zu Hause.
Spielzeug für Digital Natives
Daran soll sich, wenn es nach den Dänen geht, auch in Zukunft nichts ändern. Aber jetzt sei es an der Zeit, das alte System zu digitalisieren, schliesslich seien die Kinder von heute »Digital Natives«, sagte Julia Goldin.
Der Kern des Systems ist ein Lego-Stein im Standardformat 2 × 4. Anders als herkömmliche Lego-Bausteine ist der sogenannte Smart Brick mit Miniaturtechnik vollgestopft.