Onlineshopping legt 2021 zu – aber nicht in allen Branchen

Onlinehandel
(Photo by Mark König on Unsplash)

Zürich – Der Schweizer E-Commerce ist einer neuen Studie zufolge im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. In vielen Bereichen hat sich das Onlineshopping etabliert. Manche Dinge kaufen die Kunden jedoch wieder lieber vor Ort ein.

Die Konsumentinnen und Konsumenten gaben rund 32,5 Milliarden Franken fürs Onlineshopping aus. Das sind 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark zugenommen haben die Online-Käufe in denjenigen Bereichen, die sich ohnehin stark von der Coronapandemie erholt haben. Aber nicht alle Branchen konnten gleich stark von der Zunahme profitieren,

So hat etwa die Reisebranche im E-Commerce um 61 Prozent zugelegt auf 8,9 Milliarden Franken, wie der Zahlungsdienstleister Nets Schweiz in seinem am Donnerstag veröffentlichten «Swiss E-Commerce Report 2021» schreibt.

Dabei stiegen die Hotelreservationen um 51 Prozent. Die Ausgaben für Flugtickets haben sich zudem mehr als verdoppelt auf 2,9 Milliarden.

Gefragte Gartenutensilien und Vitaminpillen
Die Bereiche Haus und Garten steigerten ihren Online-Umsatz ebenfalls um 57 Prozent auf 300 Millionen Franken. Der Umsatz für Weisswaren wie Kühlschränke und Waschmaschinen und auch für Pharmaprodukte ging um je 38 Prozent nach oben auf 600 Millionen bei den Weisswaren und 400 Millionen im Pharmabereich.

«Der Lockdown im Frühling 2020 hat dazu geführt, dass man sich hierzulande mit Online-Einkäufen für das Zuhause und die Gesundheit versorgt hat. Dieser Trend hat sich im zweiten Pandemiejahr nochmals akzentuiert und fortgesetzt», wird Nets-Schweiz-Chefin Marianne Bregenzer in der Mitteilung zitiert.

Kunden kaufen ihr Bier wieder im Geschäft
Anderen Branchen hat die Erholung von der Pandemie jedoch – zumindest im Onlinebereich – geschadet. So ging der Umsatz von Lebensmitteln und Alkohol um 29 Prozent zurück auf 2,3 Milliarden.

Auch die Medien-Anbieter konnten nicht an die Umsatzgewinne im ersten Pandemiejahr anknüpfen: Bei online gekauften Büchern, Filmen und Musikangeboten ging der Umsatz um 21 Prozent auf 600 Millionen Franken zurück.

Die gesamten Warenverkäufe gingen den Angaben zufolge um 5 Prozent zurück. Pandemiebedingt hätten sich viele Einkäufe im ersten Pandemiejahr ins Internet verschoben. «Mit der zunehmenden Mobilität hat das Pendel wieder zurückgeschlagen und der stationäre Handel konnte Umsätze zurückgewinnen», begründet Bregenzer diese Entwicklung. (awp/mc/ps)

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