Oracle kündigt MySQL Autopilot für den MySQL Heatwave Service an

Edward Screven
Edward Screven, Chief Corporate Architect bei Oracle. (Foto: Oracle)

Austin – Oracle stellt den Usern seines Dienstes MySQL HeatWave als neue Komponente den MySQL Autopilot zur Verfügung. Das Tool nutzt fortschrittliche Techniken des maschinellen Lernens (ML), um den In-Memory-Abfrage-Beschleunigungs-Engine für den MySQL Datenbankdienst in der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) zu automatisieren. Anwender profitieren von einfacherer Nutzung und optimierter Leistung sowie Skalierbarkeit – in puncto Automatisierung von Datenbankservices ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Markt für CloudProvider. Autopilot ist für Kunden, die MySQL HeatWave nutzen, ohne zusätzliche Kosten verfügbar.

Der MySQL Autopilot automatisiert viele der zentralen Aspekte des Dienstes, um eine hohe Abfrageleistung bei der Skalierung zu erreichen – einschliesslich Bereitstellung, Laden von Daten, Abfrageausführung und Fehlerbehandlung. Dabei setzt die Lösung auf besonders fortschrittliche Ansätze, um Daten zu sampeln und Statistiken über Daten und Abfragen zu sammeln. Hinzu kommt die Erstellung spezieller ML-Modelle unter Verwendung von Oracle AutoML, um zielgerichtet Speichernutzung, Netzwerklast und Ausführungszeit zu modellieren. Diese Modelle werden anschliessend für die Kernfunktionen von MySQL Autopilot verwendet.

Durch den Einsatz des MySQL Autopiloten wird der HeatWave-Abfrageoptimierer schrittweise immer intelligenter, je mehr Abfragen ausgeführt werden. Dadurch verbessert sich Systemleistung im Laufe der Zeit kontinuierlich – eine Fähigkeit, die bei einer Reihe anderer MySQL-basierter Datenbankservices nicht verfügbar ist.

«Der MySQL-Datenbankdienst von Oracle mit HeatWave ist die einzige MySQL-Datenbank, die sowohl OLTP als auch OLAP effizient unterstützt und es den Anwendern ermöglicht, gemischte Arbeitslasten oder Echtzeit-Analysen auf ihrer MySQL-Datenbank mit zehn- bis tausendfach besserer Leistung und weniger als der Hälfte der Kosten im Vergleich zu anderen analytischen oder MySQL-basierten Datenbanken auszuführen», erklärt Edward Screven, Chief Corporate Architect bei Oracle. «MySQL HeatWave ist einer der am schnellsten wachsenden Cloud-Dienste auf OCI und immer mehr Kunden verlagern ihre MySQL-Workloads auf HeatWave. Heute kündigen wir eine Reihe von Innovationen an, die das Ergebnis jahrelanger Forschung und fortschrittlicher Entwicklung bei Oracle sind. Die Kombination dieser Innovationen führt zu massiven Verbesserungen in den Bereichen Automatisierung, Leistung und Kosten – und hebt HeatWave damit weiter von anderen Datenbank-Cloud-Diensten ab.»

Game Changer in puncto Leistungsmerkmale und Kosteneffizienz
Oracle hat ausserdem das MySQL Scale-out Data Management vorgestellt, das die Leistung beim Nachladen von Daten in HeatWave um das bis zu Hundertfache verbessert. HeatWave unterstützt eine Clustergrösse von 64 Knoten (zuvor 24 Knoten) und kann bis zu 32 Terabyte Daten verarbeiten; zuvor waren es zwölf Terabyte. Die neuen Erweiterungen verschaffen HeatWave in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis eine gute Position gegenüber seinen Hauptkonkurrenten.

«Die Entwicklung von MySQL schreitet kontinuierlich voran, während Oracle das Entwicklungstempo aktiv beschleunigt. Bisher bot Oracle eine einzige, einheitliche Plattform für OLTP und OLAP, die das Vorhandensein mehrerer Datenbanken und Werkzeuge für datenbankübergreifende ETL-Prozesse überflüssig machte», kommentiert Holger Müller, VP und Principal Analyst bei Constellation Research. «Jetzt bringt Oracle Innovationen auf den Markt, die das dortige Geschehen wahrscheinlich umkrempeln und die Erwartungen an Open-SourceCloud-Datenbanken deutlich erhöhen werden. Mit der ML-basierten Automatisierung in Autopilot und der Skalierung von Arbeitsspeicher, Knoten und Hauptspeicher verschafft Oracle den Entwicklern grosse Freiheit. Das versetzt sie in die Lage, wegweisende Anwendungen der nächsten Generation zu entwickeln, die auf der im Marktvergleich schnelleren und günstigeren Lösung MySQL HeatWave laufen.» (Oracle/mc)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.