Oracle: Verbraucher und Führungskräfte vertrauen im Finanzmanagement zunehmend auf künstliche Intelligenz

Oracle: Verbraucher und Führungskräfte vertrauen im Finanzmanagement zunehmend auf künstliche Intelligenz

Oracle: Verbraucher und Führungskräfte vertrauen im Finanzmanagement zunehmend auf künstliche Intelligenz
(Bild: Oracle/Shutterstock)

Zürich – Weltweit hat die COVID-19-Pandemie den Blick von Menschen auf ihre Finanzen verändert. Wie Oracle in der neuen Studie „Money and Machines: 2021 Global Study“ herausfand, nahmen finanzielle Sorgen und Ängste zu. Die Basis ist eine Umfrage unter mehr als 9.000 Verbrauchern und Führungskräften aus 14 Ländern. Eine weitere Erkenntnis: Die Pandemie beschleunigt nicht nur die Digitalisierung von Unternehmen und Privathaushalten, auch der damit vielfach einhergehende Einzug und die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) in sensiblen Bereichen gewinnt an Akzeptanz. So sprechen viele Studienteilnehmer sowohl im privaten als auch geschäftlichen Umfeld bei der Verwaltung von Finanzen künstlicher Intelligenz (KI) ihr Vertrauen aus.

Potenziell übernimmt KI hier für viele bereits jetzt zahlreiche Aufgaben des Finanzmanagements. Darüber hinaus lässt sich aus den Äusserungen der Befragten in der Studie auch schliessen, wie zukünftig die Rolle von Finanzabteilungen in Unternehmen und persönlichen Finanzberatern aussieht.

„Die Finanzprozesse unserer privaten und beruflichen Welt werden seit Jahren immer digitaler und das Jahr 2020 hat den Trend noch beschleunigt. Digital zu agieren gehört zur Normalität und Technologien, wie künstliche Intelligenz und Chatbots spielen eine grosse Rolle bei der Verwaltung von Finanzen“, erklärt Juergen Lindner, Senior Vice President Global Marketing SaaS, Oracle.

Blickwinkel Verbraucher
Bei den befragten Verbrauchern haben sich während der Pandemie die finanziellen Ängste mehr als verdoppelt. Insgesamt 72 Prozent schauen mit Bedenken auf ihre Finanzen – bedingt durch die Sorgen, die Arbeit zu verlieren, nicht genug Rente zu haben und Schulden nicht begleichen zu können.

Die unsichere Lage führt dazu, dass viele ihr Finanzmanagement überdenken und sich dafür Hilfe suchen. Der Grund: Sie glauben, nicht über die notwendigen Fähigkeiten zu verfügen, um ihr Vermögen gewinnbringend zu vermehren.

Daher gibt es auch eine hohe Akzeptanz gegenüber KI für das eigene Finanzmanagement. Bereits 73 Prozent trauen ihr in Bezug darauf mehr zu als sich selbst. Für sie sparen digitale Assistenten wertvolle Zeit und Kosten, vermeiden unnötige Ausgaben und bezahlen alle Rechnungen stets pünktlich.

Die Hälfte der Befragten kann sich sogar vorstellen einen KI-Berater einem menschlichen Finanzberater vorzuziehen. Knapp 42 Prozent sind ausserdem der Meinung, dass KI in den nächsten fünf Jahren einen Grossteil von Finanzberatern ersetzt.

Sorgen, Herausforderungen und KI in Unternehmen
Ganze 90 Prozent der befragten Führungskräfte sind über die finanziellen Auswirkungen der Pandemie auf ihr Unternehmen besorgt. Tatsächlich fürchten 51 Prozent eine sich nur langsam erholende Wirtschaft und eine Rezession. Aufgrund dieser aktuellen Unsicherheit wünschen sich viele Entscheider zusätzliche Unterstützung bei Finanzentscheidungen. Insgesamt sind 38 Prozent besorgt oder frustriert über das Budget, das sie derzeit verwalten und für das sie Verantwortung tragen. Hinzu kommen Herausforderungen bei Reaktionszeiten, mit Blick auf zu komplexe Prozesse und fehlende Echtzeitinformationen für die Entscheidungsfindung.

Dass KI bei der Bewältigung der Arbeitslast hilft und sich vor allem für Routineaufgaben ideal eignet, glaubt die Mehrheit der Führungskräfte. Mehr als zwei Drittel sehen solche Aufgaben eher bei digitalen Assistenten als bei ihrer Finanzabteilung. Denn die Führungskräfte trauen der KI bei Themen wie die Erstellung von Rechnungen und Kosten-Nutzen-Analysen sowie bei der Erkennung von Betrugsversuchen mehr zu als einem Menschen. Hierbei ist auch der Einsatz von KI für die Auswertung grosser und unübersichtlicher Mengen an Daten zu nennen. Davon versprechen sich 46 Prozent eine grössere Genauigkeit, 35 Prozent eine Steigerung der Produktivität und 34 Prozent, dass Mitarbeitern mehr Zeit für wesentliche Aufgaben freigeschaufelt wird. Darüber hinaus besteht der Wunsch, dass künstliche Intelligenz in Zukunft auch komplexere Aufgaben bewältigt oder bei deren Lösung zumindest noch tiefgreifender unterstützt. So erhoffen sich 85 Prozent entsprechend Hilfe bei Finanzierungsgenehmigungen, Budgetplanung und Prognosen, im Berichtswesen sowie beim Compliance- und Risikomanagement.

Finanzberater sind unersetzlich
Obwohl Verbraucher und Führungskräfte immer mehr auf KI setzen, gibt es Dinge, die sie weiterhin lieber mit einem menschlichen Gegenüber umsetzen. Gerade wenn es knifflig wird, vertrauen Verbraucher auf die Hilfe eines Finanzberaters. Beispiele dafür sind der Kauf eines Hauses oder eines Autos, die Planung einer grösseren Reise und auch die Beratung bei der Altersvorsorge. Genauso sehen auch Führungskräfte einige Aufgaben nach wie vor besser bei ihrer Finanzabteilung aufgehoben. Dazu zählen für 40 Prozent die Kundenkommunikation, für 39 Prozent die Verhandlung von Ermässigungen und für 39 Prozent die Freigabe von Transaktionen. Zugleich gehen 56 Prozent der Führungskräfte aber schon davon aus, dass KI in den nächsten zwei bis zehn Jahren die Rolle der Experten verändert und ihnen mehr Zeit für wesentliche Aufgaben verschafft.

Eines macht die Studie aber auch klar: Die befragten Führungskräfte sind sich bewusst, dass sie die eigenen Finanzprozesse jetzt hinterfragen müssen, denn 87 Prozent sehen Risiken auf das jeweilige Unternehmen zukommen, wenn sie den Wandel nicht mitgehen.

„Unsere Studie zeigt, dass viele Verbraucher Technologien wie künstliche Intelligenz und Chatbots in vielen Fällen mehr Vertrauen schenken als ihren persönlichen Finanzberatern, wenn es um ihr finanzielles Wohlergehen geht,“ so Lindner weiter. „Ausserdem sehen Führungskräfte, wie sich durch den Trend die Rolle von Finanzabteilungen in Unternehmen wandelt. Wenn Unternehmen nicht auf die Veränderungen reagieren, drohen ihnen negative Auswirkungen. Zuerst einmal können sie hinter ihre Konkurrenz zurückfallen. Daneben steht auch die Produktivität, die Moral und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter auf dem Spiel. Zudem wird es schwerer, neue Talente für sich zu gewinnen, die die Nutzung von KI gewohnt sind.“

Oracle Studie: „Money and Machines: 2021 Global Study”

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