SAP stellt neues Preismodell vor

Bill McDermott
SAP-CEO Bill McDermott. (Foto: SAP)

Walldorf – SAP hat ein neues Vertriebs-, Audit- und Preismodell für die sogenannte indirekte Nutzung (Indirect Access) vorgestellt, das in enger Zusammenarbeit mit Anwendergruppen, Kunden, Partnern und Analysten entstanden ist. Der neue Ansatz soll dafür sorgen, dass Kunden ihre SAP-Lizenzen künftiger leichter und transparenter nutzen können. Er unterscheidet zwischen direktem/menschlichem (Human Access) und indirektem/digitalem Anwenderzugriff (Digital Access) und schafft klare Regeln bei den Themen Lizensierung, Nutzung und Compliance.

Bisher orientierte sich das Lizenzmodell für SAP ERP an der Zahl der Nutzer (User). Inzwischen finden aber immer mehr digitale Zugriffe auf SAP-Systeme statt. Eine Herausforderung für Kunden, die deshalb verstärkt ein alternatives Lizenzmodell wünschen.

  • Zukünftig unterscheidet SAP zwischen:
    – Human Access (vorhanden) – der nach User-Anzahl berechnet wird.
    – Digital Access – Zugriff über Dritte, Internet of Things (IoT), Bots und/oder andere digitale Zugänge, die auf Basis der vom System selbst verarbeiteten Transaktionen/Dokumente lizenziert werden können.
  • Das neue SAP-Modell greift sowohl für den digitalen Kern – SAP S/4HANA und SAP S/4HANA Cloud – als auch SAP ERP.
  • Bestandskunden können wahlweise beim bisherigen Modell bleiben oder auf das neu dokumentenbasierte Preismodell wechseln – je nachdem, welches Modell besser zu ihren SAP- und Drittanwendungen passt.
  • Es gibt Konversionsangebote, mit deren Hilfe Kunden vom bestehenden auf das neue Preismodell wechseln können.

Klare Trennung zwischen Lizenzvertrieb sowie Audit und Compliance
SAP führt ausserdem neue Regeln bei Organisation und Governance ein, die eine strikte Trennung zwischen Vertriebsorganisation und -prozessen und der Auditorganisation und deren Prozessen vorsehen.

  • Bis heute kommt es immer wieder zu Differenzen zwischen Kunden und SAP, wie ältere Vertragswerke hinsichtlich der neuen digitalen Anforderungen zu interpretieren sind. Dies wirkt sich teilweise negativ auf parallel verlaufende Gespräche zur Neuanschaffung von Software aus.
  • Die organisatorischen Änderungen auf SAP-Seite erlauben nun die Trennung dieser Sachverhalte und ermöglichen unabhängige Diskussionen. Das erleichtert Kunden und Mitarbeitern aus dem SAP-Vertrieb die Zusammenarbeit.
  • SAP plant Messwerkzeuge zur Verfügung zu stellen, so dass Kunden in der Lage sind, ihren eigenen User- und Lizenz-Verbrauch jederzeit selbst zu überwachen.

Zeitrahmen und weitere Informationen
SAP rollt das neue Vertriebs-, Audit- und Preismodell ab April 2018 aus und wird in den kommenden Monaten weiteres Schulungsmaterial und Tools zur Verfügung stellen. So können Kunden die neuen Lizenzbestimmungen leichter verstehen und das für sie passende Modell auswählen. (SAP/mc)

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Als Marktführer für Unternehmenssoftware unterstützt die SAP SE Firmen jeder Grösse und Branche, ihr Geschäft profitabel zu betreiben, sich kontinuierlich anzupassen und nachhaltig zu wachsen. Vom Back Office bis zur Vorstandsetage, vom Warenlager bis ins Regal, vom Desktop bis hin zum mobilen Endgerät – SAP versetzt Menschen und Organisationen in die Lage, effizienter zusammenzuarbeiten und Geschäftsinformationen effektiver zu nutzen als die Konkurrenz. Über 378.000 Kunden aus der privaten Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung setzen auf SAP-Anwendungen und ­Dienstleistungen, um ihre Ziele besser zu erreichen.  

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