Studie zeigt enormes Umsatzpotenzial beim Einsatz digitaler Technologien

Digitalisierung
(Bild: Coloures-pic/Fotolia)

München – Eine Studie von Cognizant, die in Zusammenarbeit mit Roubini Global Economics durchgeführt wurde, deutet darauf hin, dass europäische Unternehmen grosse Werte durch Digitalisierung freisetzen könnten. Die befragten Unternehmen gaben an, dass durch die Anwendung digitaler Tools und Technologien in ihren Prozessen der Umsatz deutlich steigen könnte – um bis zu 578 Mrd. USD bis 2018.

Im Rahmen der Studie „The Work Ahead – Europe’s Digital Imperative” wurden 800 leitende Angestellte in der Region befragt. Sie war Teil einer globalen Untersuchung zum Wandel der Arbeit im digitalen Zeitalter. Die Ergebnisse zeigen: Wenn Unternehmen Umsatzpotenzial freisetzen und Europa als digitales Kraftwerk auf der globalen Bühne etablieren wollen, dann müssen Unternehmensleiter die Verschmelzung der physischen und virtuellen Welt aktiver vorantreiben.

Umsatzmöglichkeiten erschliessen
Führungskräfte erkennen klar, dass Next-Generation IT, inklusive AI, Big Data und Blockchain, zu neuen Geschäftsmodellen, Umsatzströmen, Kundenbeziehungen und Kosteneinsparungen führen kann. Tatsächlich berichten die Studienteilnehmer von fünf Prozent Umsatzanstieg durch ihre bisherigen digitalen Investitionen (was allein im letzten Jahr 150 Mrd. USD zusätzlich entspricht). Die Befragten erwarten, dass der Einfluss von digitalen Technologien auf den Umsatz in Europa bis 2018 auf 8,4 Prozent steigen wird.

Zum Beispiel können Unternehmen durch den Einsatz intelligenter Prozessautomation (IPA) – bei der Software-Roboter bestimmte Routineaufgaben übernehmen – Kosten im Middle und Back Office reduzieren. Die Analyse zeigt, dass sich durch die digitale Transformation Umsätze und Kosteneinsparungen über die untersuchten Branchen (Handel, Finanzdienstleistungen, Versicherung, Produktion und Lebenswissenschaften) hinweg bis 2018 auf 930 Mio USD summieren.

Zaudern hilft nicht
Aus Sicht der europäischen Führungskräfte wird die digitale Wirtschaft durch eine Kombination aus Daten, Algorithmen, Software-Robotern und vernetzten Geräten angetrieben. Danach gefragt, welche Technologien ihr Arbeitsleben bis 2020 am meisten beeinflussen werden, wurde der Geschäftsnutzen von Big Data als unverändert stark eingeschätzt – von 99 Prozent der Befragten. Interessanterweise rangiert künstliche Intelligenz (AI) knapp dahinter auf Platz zwei (97 Prozent). Für die Befragten ist AI also mehr als ein Hype, sondern auf dem Weg, ein zentrales Element der zukünftigen Arbeit in Europa zu werden.

Im Gegensatz dazu können laut Studie späte Anwender von digitaler Technologie damit rechnen, bis 2018 808 Mrd USD zu verlieren.

Allerdings glaubt ein Drittel der Befragten nicht, dass sie die richtige Führungsriege haben, um digitale Strategien zu liefern. 30 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Geschäftsführung nicht genügend in neue Technologien investiert, während 29 Prozent zurückhaltend gegenüber neuen Arbeitsweisen sind.

Die Untersuchung offenbart zudem die grössten Hindernisse der Digitalisierung: Sicherheitsbedenken (24 Prozent), Budgetbeschränkungen (21 Prozent) und fehlende Fähigkeiten (14 Prozent). (mc/pg)

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