Swico: Schweizer ICT Branche blickt verhalten optimistisch in die Zukunft

Swico: Schweizer ICT Branche blickt verhalten optimistisch in die Zukunft
Judith Bellaiche, Geschäftsführerin von Swico. (Foto: © Thomas Entzeroth)

Zürich – Der deutliche Optimismus der Schweizer ICT Branche, der die letzten Monate seit der Aufhebung der letzten Pandemiemassnahmen die Konjunkturaussichten prägte, hat sich inzwischen abgekühlt. Das zeigen die Werte des Swico ICT Index für das dritte Quartal 2022. Die Krise in der Ukraine und die unübersichtliche Lage in den Handelshäfen in China führen zu Lieferverzögerungen wichtiger Waren und Komponenten. Insgesamt bleibt der Gesamtwert des Swico ICT Index zwar komfortabel über der Wachstumsgrenze, dennoch ist in der Tendenz nun doch eine gewisse Besorgnis über die Entwicklung der geopolitischen Lage erkennbar und dementsprechend eine Zurückhaltung der Wachstumsprognosen der Branche. In Zahlen: Der Swico ICT Index schreibt für das dritte Quartal 114.5 Punkte, sinkt demnach um 9.8 Punkte gegenüber dem Vorquartal.

Allgemein tiefere Werte auf weiterhin hohem Niveau
Abgesehen von Imaging/Printing/Finishing (+19.2 / 107.7 Punkte) büssen alle Segmente der Branche Punkte ein. Am wenigsten verliert Software mit -4.2 Punkten und landet auf 116.3 Punkten. Das markiert gleichzeitig den höchsten Wert einer Teilbranche im aktuellen Index. Mit -5.1 Punkten verliert IT Services etwas mehr als Software und verzeichnet ein Total von 113.1 Punkten, was Platz drei des Gesamtindex’ entspricht. IT Technology erwartet einen Rückgang um 6.1 Punkten und schreibt ein Total von 112.7 Punkten. Consumer Electronics büsst 8.4 Punkte ein, und rutscht dadurch wieder unter die 100 Punkte, welche die Wachstumsgrenze markieren.

Die grösste Einbusse verzeichnet Consulting mit -12.8 Punkten. Hier macht sich der Fachkräftemangel deutlich bemerkbar. Das Segment platziert sich mit 114.7 Punkten dennoch nach wie vor klar in der Wachstumszone und belegt den zweiten Gesamtrang.

Judith Bellaiche, Geschäftsführerin von Swico: «Dass sich die aktuellen geopolitischen Krisen früher oder später auch auf unsere Branche auswirken würden, war zu erwarten. Es ist davon auszugehen, dass die Unsicherheiten rund um die Lieferkapazitäten anhalten werden. Doch der eigentliche Wachstumshemmer ist der Fachkräftemangel: Der Wirtschaftsstandort Schweiz wird nicht darum herumkommen, den eigenen Talentpool auszubauen, um die Digitalisierung voranzutreiben.» (Swico/mc)

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