US-Steuerreform brockt Oracle Milliardenverlust ein

Safra Catz
Safra Catz, Co-CEO Oracle. (Foto: Flickr)

Redwood Shores – Eine hohe Sonderlast wegen der US-Steuerreform hat Oracle im vergangenen Geschäftsquartal tief in die roten Zahlen gerissen. In den drei Monaten bis Ende Februar fiel unter dem Strich ein Minus von 4,0 Milliarden US-Dollar an, wie der IT-Konzern am Montag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Im Vorjahreszeitraum hatte der SAP -Rivale noch einen Gewinn in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar gemacht. Oracle musste zum Jahresende wegen der neuen US-Steuergesetze eine einmalige Abschreibung von 6,9 Milliarden Dollar vornehmen. Das um Sondereffekte bereinigte Quartalsergebnis legte um 21 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zu. Den Umsatz steigerte der Konzern dank starken Wachstums des Cloud-Geschäfts mit IT-Diensten im Internet um sechs Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar.

Aktie nachbörslich unter Druck
Im laufenden Jahr rechnet Oracle mit einem Gewinn je Aktie von 92 bis 95 Cent. Analysten gehen hier bisher von 90 Cent aus. Den Erlös will das Unternehmen um 1 bis 3 Prozent steigern. Experten sagen ein Plus am oberen Ende dieser Spanne voraus.

Insgesamt hatten sich Anleger hatten offenbar mehr erhofft, die Aktie fiel nachbörslich zuletzt um mehr als sechs Prozent. Oracle ist vor allem für Unternehmens-Software und Datenbanken bekannt. (awp/mc/ps)

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