Aktien Asien: Leichte Erholung vom jüngsten Kurseinbruch

Nikkei

Tokio / Hongkong – Die wichtigsten asiatischen Börsen haben sich am Freitag von ihrem jüngsten Kurseinbruch wieder etwas erholt. Allerdings taten sich die Indizes auf der Suche nach einer klaren Richtung schwer, Börsianer sprachen von einer Achterbahnfahrt an vielen Märkten.

Einmal mehr hielt die Entwicklung am japanischen Aktienmarkt die Börsianer in Atem: Legte der japanische Nikkei-225-Index vor der Handelspause noch um mehr als drei Prozent zu, sackte er danach deutlich ab und rutschte kurzzeitig unter die Marke von 14.000 Punkten. Im Anschluss drehte er abermals und ging mit einem Plus von 0,89 Prozent bei 14.612,45 Punkten aus dem Handel. Am Donnerstag hatte der Nikkei nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus China den grössten Verlust seit zwei Jahren verzeichnet.

Der Stoxx Asia/Pacific 600, der die 600 grössten Unternehmen der Börsen in Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur enthält, fiel um 0,60 Prozent auf 139,53 Punkte weiter ab und verzeichnete damit den vierten Tag in Folge Verluste.

In China waren die Anleger vor dem Wochenende vorsichtig. «Das chinesische Wirtschaftswachstum steht auf schwachen Füssen, daher machen Anleger einen Bogen um zyklische Titel», sagte ein Marktbeobachter in Shanghai. Immobilienentwickler gehörten an den chinesischen Börsen am Freitag zu den schwächsten Titeln, Technologiewerte waren hingegen gefragt. Die Indizes entwickelten sich gleichwohl unterschiedlich: Während der CSI 300 um 0,56 Prozent auf 2.597,23 Punkte vorrückte, gab der Hang-Seng-Index um 0,10 Prozent auf 22.646,26 Punkte nach. In Australien sank der ASX 200 dagegen deutlich um 1,56 Prozent auf 4.983,50 Punkte.

Auf Unternehmensseite fielen insbesondere an der japanischen Börse die Aktien von Electric Power auf. Sie rückten um knapp zehn Prozent vor, nachdem die Titel am Vortag um gut 13 Prozent eingebrochen waren. In China profitierten mit einem Kursplus von je rund zwei Prozent die Aktien von China CNR und CSR Corp von einem Zeitungsbericht. Demnach könnte die chinesische Eisenbahn neue Lokomotiven bei beiden Unternehmen kaufen. (awp/mc/upd/ps)

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