CH-Schluss: Gewinne nach ruhiger Sitzung – Actelion top, CS flop

CH-Schluss: Gewinne nach ruhiger Sitzung – Actelion top, CS flop

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch fester geschlossen. Am Morgen startete das Leitbarometer SMI bereits mit Aufschlägen, was Händler mit den positiven Vorgaben aus den USA und zuversichtlich stimmenden Konjunkturdaten aus China begründeten. Zwar kühlte sich das Wirtschaftswachstum zwischen Januar und März weiter ab, dies jedoch auf hohem Niveau und nicht so stark wie zuvor befürchtet.

Im Tagesverlauf blieben dann grössere Impulse aus, so dass der SMI kaum Sprünge machte. In der zweiten Handelshälfte stützten Gewinne an den US-Börsen infolge mehrheitlich positiver US-Konjunkturdaten sowie starker Quartalszahlen von Intel und Yahoo die Stimmung und liessen die eskalierende Lage im Osten der Ukraine etwas in den Hintergrund treten. Hierzulande blieb das Newsaufkommen verhältnismässig ruhig. Im Mittelpunkt standen auf Titelebene Credit Suisse und Syngenta nach dem Zahlenrapport zum ersten Quartal 2014.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Handelsende 0,51% höher auf 8’322,70 Punkten. Der gekappte Swiss Leader Index (SLI) rückte 0,73% auf 1’274,72 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,62% auf 8’151,89 Stellen vor. Unter den 30 wichtigsten Titeln waren am Schluss 25 im Plus, drei im Minus und zwei unverändert.

Grössere Aufmerksamkeit erhielten die Papiere der Credit Suisse (-1,5%) nach der Ergebnispublikation zum ersten Quartal. Die Grossbank erlitt einen Rückgang beim Geschäftsertrag und Reingewinn und verfehlte auch die Markterwartungen. Das Private Banking schnitt zwar über den Erwartungen ab, das Investment Banking blieb aber klar hinter den Vorjahreszahlen zurück und konnte damit auch die Erwartungen nicht erfüllen. Das Resultat sei aber kein Desaster, hiess es etwa bei Helvea. Die Ziele und die Strategie hatte das Management unterdessen bestätigt.

Transocean gaben im letzten Handelsviertel ohne News deutlich nach und schlossen mit einem Minus von 1,5% zusammen mit CS als schwächste Blue Chips. Einbussen verzeichneten einzig noch die schwergewichtigen Nestlé (-0,2%); relevante News lagen zum Titel nicht vor.

Auf der Gewinnerseite verzeichneten Actelion ein sattes Plus von 5,4%. Anleger hätten sich in Position für den am morgigen Donnerstag anstehenden Zahlenrapport gebracht, hiess es. Branchenexperten erwarten solide Zahlen des Basler Biopharma-Unternehmens.

Aufwärts ging es auch für Syngenta (+2,3%), nachdem der Konzern mit den Umsatzzahlen für das erste Quartal 2014 die Erwartungen insgesamt erfüllt hatte. Allfällige Enttäuschungen seien ausgeblieben, merkte ein Analyst an. Die bekräftigten Aussichten für das laufende Jahr stimmen zuversichtlich, begründeten Marktbeobachter die höheren Notierungen.

Fest schlossen daneben vermehrt zyklische Papiere wie Lonza (+3,3%), Adecco (+2,6%), Clariant (+2,1%), Kühne+Nagel (+1,6%) und Geberit (+1,4%), die naturgemäss am stärksten von einer positiven Börsenstimmung profitieren würden, hiess es. Den Clariant-Aktien werde nach den jüngst stark gesunkenen Kursen ein Rebound-Potenzial von 5 bis 7% zugebilligt, hiess es. Die Aufschläge in den beiden Pharmaschwergewichten Roche (+0,4%) und vor allem Novartis (+1,1%) stützten.

Im breiten Markt standen Inficon (-4,9%) nach Quartalszahlen unter Abgabedruck. Mit den Zahlen zum ersten Quartal verfehlte das Management die Markterwartungen auf allen Ebenen ziemlich klar. Bei den Gewinnern schlossen unter anderem Basilea (+6,8%) und u-Blox (+5,4%) ohne News auffallend fest.

Der Börsenneuling Bravofly Rumbo hat nach dem ernüchternden Debut vom Dienstag mit 1,1% auf 44 CHF weiter an Wert eingebüsst. Der Ausgabepreis wurde für die Papiere der Online-Reiseagentur ursprünglich auf 48 CHF festgesetzt. (awp/mc/upd/ps)

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