CH-Schluss: SMI setzt Rekordjagd nach US-Jobdaten fort

CH-Schluss: SMI setzt Rekordjagd nach US-Jobdaten fort
(Adobe Stock)

Zürich – Am Schweizer Aktienmarkt ist der SMI am Freitagnachmittag nach der Vorlage des mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts auf neue Höchstwerte gestiegen. Erstmals hat der Leitindex dabei auch die Marke von 13’400 Punkten überschritten.

Die Zahl der Beschäftigten ausserhalb der Landwirtschaft stieg in den USA im Dezember um 50’000 Stellen und damit weniger als von Ökonomen erwartet. Das Fed dürfte sich nun grundsätzlich in seinen Sorgen um den Arbeitsmarkt bestätigt fühlen, meinte ein Marktökonom. Eine nächste Zinssenkung sei aber dennoch erst auf der übernächsten Fed-Sitzung im März zu erwarten. Weiterhin bleiben die Blicke zudem auf die Neubesetzung des Chefpostens der Fed gerichtet, da die Amtszeit von Jerome Powell im Mai endet.

Der SMI schloss um 0,53 Prozent höher bei 13’421,82 Punkten und damit auf einem neuen Rekordhoch. Der SLI mit den 30 wichtigsten Aktien gewann 0,48 Prozent auf 2175,41 Punkte und der breite SPI legte 0,52 Prozent auf 18’502,97 Punkte zu. Im SLI standen 22 Gewinner acht Verlierern gegenüber.

Die deutlichsten Kursgewinne gab es für die Titel des US-Baustoffkonzerns Amrize (+3,1%), die am Nachmittag von den US-Konjunkturdaten zusätzlich beflügelt wurden. Fester schlossen auch technologienahe Werte wie VAT (+2,4%) oder Logitech (+1,3%).

Deutliche Kursgewinne gab es zudem für eine Reihe von Zyklikern wie etwa Kühne+Nagel (+1,7%), ABB (+1,6%) oder Sika (+1,5%). Der Bauchemiekonzern wird am Dienstag seine Umsatzzahlen vorlegen. Fester schlossen zudem die Aktien des Schweizer Zementkonzerns Holcim (+1,0%), die Rückenwind von Kurszielerhöhungen durch verschiedene Analystenhäuser erhielten.

Bei den Finanzwerten legten Partners Group (+1,9%) klar zu. Die Analysten von Barclays bekräftigten am Freitag ihr «Overweight»-Rating für die Titel des Privatmarktspezialisten. Fester gingen auch die Titel der Grossbank UBS (+0,7%) aus dem Handel. Am Freitag endete die Vernehmlassung zur umstrittenen Eigenkapitalunterlegung der UBS-Auslandstöchter.

Bei den Schwergewichten zeigten Nestlé (+1,4%) eine klare Erholungsbewegung, nachdem die Titel des Nahrungsmittelkonzerns zuletzt von Rückrufen von Babynahrung in diversen Ländern belastet waren. Die UBS-Analysten bekräftigten ihr «Neutral»-Rating bei einem leicht tieferen Kursziel.

Bei den Pharmawerten erhielten Roche (+0,4%) Unterstützung von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch die Analysten von Bernstein. Im Plus schlossen auch Novartis (+0,3%), die damit ein weiteres Allzeithoch markierten.

Mit Abschlägen gingen dagegen Lindt&Sprüngli (-0,7%) aus dem Handel. Der Kilchberger Schokoladekonzern wird am kommenden Dienstag seine Umsatzzahlen vorlegen.

Schwächste Titel unter den Bluechips waren allerdings Versicherungswerte, die am Vortag noch eine Erholungsbewegung gezeigt hatten. Dabei wurden Swiss Re (-1,2%) von einer Kurszielsenkung durch Morgan Stanley mit bekräftigter «Underweight»-Einstufung belastet. Klare Abgaben gab es aber auch für HelvetiaBaloise (-0,9%), Swiss Life (-1,7%) sowie Zurich (-2,0%).

Am breiten Markt vollzogen Gurit (+9,2%) einen Gewinnsprung. Das Industrieunternehmen konnte einen langfristigen Liefervertrag mit einem grossen Windkraftanlagenhersteller bekannt geben, der einen bedeutenden Teil des Firmenumsatzes sichern soll.

Ebenfalls klar im Plus schlossen Tecan (+7,7%), nachdem der Laborausrüster seine Umsatzzahlen für 2025 publizierte. Analysten verwiesen vor allem die merkliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2025 sowie zuversichtliche Aussagen des Unternehmens für das neue Jahr.

Die Aktien des Pharmaunternehmens Santhera (+8,3%) setzten ihren Anstieg fort. Nach der Bekanntgabe einer Lizenzvereinbarung vom Vortag bekräftigten die Analysten von Octavian ihre Kaufempfehlung. (awp/mc/pg)

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