CH-Schluss: SMI beendet Handel leicht im Plus

CH-Schluss: SMI beendet Handel leicht im Plus
(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag leicht im Plus geschlossen, nachdem er im Tagesverlauf um die Nulllinie geschwankt war. Nach dem starken Start ins neue Jahr schien vorerst eine Konsolidierungsphase angesagt, wie ein Händler kommentierte. Der Leitindex SMI hatte diese bereits am Vortag nach Erreichen des neuen Rekordstandes bei fast 13’400 Punkten gestartet. Zurückhaltung dürfte das Motto der Investoren aber auch mit Blick auf die am morgigen Freitag erwarteten offiziellen Arbeitsmarktdaten aus den USA gewesen sein. Davon erhoffen sich die Anleger weitere Indikationen zur künftigen Zinspolitik der US-Notenbank.

Die Konjunkturzahlen aus Europa und den USA sorgten für wenig Bewegung. Die USA vermeldeten zwar ein tieferes Handelsdefizit für Oktober als erwartet. Aufgrund der US-Zölle fiel der Handel zuletzt aber volatil aus. Derweil war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe etwas geringer als erwartet.

Der SMI schloss um 0,20 Prozent höher bei 13’350,82 Punkten, nach einem Tagestief bei 13’274. Der SLI mit den 30 wichtigsten Aktien gewann 0,12 Prozent auf 2165,07 Punkte und der breite SPI ebenfalls 0,12 Prozent auf 18’407,20 Punkte. Im SLI standen 17 Gewinner 13 Verlierern gegenüber.

Leicht stützend erwiesen sich die Schwergewichte Roche (+0,4%) und Novartis (+0,1% auf 113,76 Fr.). Novartis markierten zwischenzeitlich ein neues Allzeithoch bei 114,64 Franken. Nestlé (-0,2%) setzten hingegen, begleitet vom Rückruf von Babynahrung, die Abwärtsbewegung der ersten Handelstage des neuen Jahres fort. Die Rückrufaktion betrifft nun noch mehr Länder als bisher.

An die Tabellenspitze kletterten Richemont (+3,7%). Händler wiesen diesbezüglich auf eine kräftige Erholung bei den Uhrenpreisen am Sekundärmarkt hin. Allerdings lagen Swatch (-0,4%) leicht im Minus.

Gefragt waren auch die Titel der UBS (+1,4%). Die Hoffnungen auf milderere Kapitalvorschriften als vom Bundesrat nach dem CS-Untergang zunächst in Aussicht gestellt trieben die Aktien der Grossbank an. Am (morgigen) Freitag endet die Vernehmlassung zum wichtigen Teilthema, der 100-prozentigen Eigenkapitalunterlegung der Auslandstöchter.

Auch die Versicherer Swiss Re (+0,9%), Swiss Life (+0,8%) und Zurich (+0,7%) gehörten zu den Gewinnern nach den kräftigen Verlusten vom Vortag. Bei Zurich erwies sich ein positiver Kommentar von Berenberg als kursstützend.

Auf der anderen Seite kamen Logitech (-5,1%) markant unter Druck. Seit über drei Wochen gibt der Wert stetig nach. Am Berichtstag wurden Logitech von einer Abstufung durch Exane BNP Paribas auf «Neutral» zusätzlich zurückgebunden.

Auch bei VAT (-2,5%) wurden nach dem fulminanten Start ins Jahr erste Gewinne mitgenommen. Im Vergleich zum Schlussstand von 2025 resultiert damit noch immer ein Plus von gut 12 Prozent.

Zu Gewinnmitnahmen kam es bei Partners Group (-2,9%) sowie bei den konjunktursensitiven Titeln ABB (-3,1%) und Kühne+Nagel (-2,4%). Diese Aktien hatten sich seit Mitte November oder länger klar nach oben bewegt.

Im breiten Markt fielen Adecco (-3,7%) zurück, nachdem die Aktie in den vergangenen drei Wochen stetig nach oben geklettert war. Jefferies hatte das Rating für den Personaldienstleister auf «Underperform» von «Hold» gesenkt. Auch Bucher Industries (-3,6%) büssten nach einer Abstufung durch Berenberg ein.

Die Titel von Lem (-4,7%) gaben noch stärker nach. CEO Frank Rehfeld hatte in einem Interview mit der «FuW» von einem verstärkten Margendruck gesprochen, sich grundsätzlich aber optimistisch gezeigt.

Einen Sprung machten hingegen Santhera (+11,0%) nach einer lukrativen Lizenzvereinbarung für das wichtigste Medikament Agamree. Auch Basilea (+5,6%) waren nach einem zuversichtlichen Geschäftsupdate gesucht, während Polypeptide (+6,0%) von einer positiven Erwähnung in der Barclays-Pharmastudie vom Vortag profitierten.

Implenia (+6,3% auf 82,60 Fr.) wurden von einem Grossauftrag für den Brüttenertunnel beflügelt. Die Aktien des Baukonzerns kletterten zwischendurch auf ein neues Allzeithoch von 83,30 Franken. (awp/mc/ps)

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