CH-Schluss: SMI setzt Aufwärtsbewegung fort

CH-Schluss: SMI setzt Aufwärtsbewegung fort

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag in einem an Impulsen armen Handelstag an Wert zugelegt und den zuletzt gesehenen Aufwärtstrend fortgesetzt. Der Leitindex startete zunächst schwach in den Tag, baute jedoch in der Folge die Verluste stetig ab und kletterte kurz vor Börsenschluss nach zuvor mehreren gescheiterten Versuchen doch noch in die Gewinnzone. Ausschlaggebend waren die Zugewinne bei den Pharmaschwergewichten Roche und Novartis, während die Aktien der Grossbank UBS nachgaben.

Im Handel war von einer Atempause die Rede, welche der Aktienmarkt nach der zuletzt eindrücklichen Erholungsrally eingelegt habe. Allerdings gehen die Händler mit Blick auf die guten Unternehmensergebnisse davon aus, dass die Börse weiter zulegen und neue Höchststände erreichen wird. Die gute Stimmung wurde am Berichtstag auch nicht von schwachen Daten zum US-Konsumentenvertrauen eingetrübt.

Der Swiss Market Index (SMI) lag zu Börsenschluss mit 0,25% im Plus bei 8’506,29 Punkten. Der gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,08% auf 1’299,93 Punkte hinzu und der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 0,24% auf 8’126,01 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln lagen am Ende nur noch zehn im Minus, 18 schlossen fester und sowohl Actelion als auch Sika gingen unverändert aus dem Handel.

Die Pharmatitel von Roche und Novartis erwiesen sich als gute Stütze für den Gesamtmarkt. Beide Papiere beendeten den Handel mit einem Plus von 0,6%. Auch Nestlé (+0,3%) arbeiteten sich bis zum Schluss noch in die Gewinnzone vor.

Die grössten Avancen im SMI/SLI waren bei Geberit (+1,3%) zu sehen. Händler gehen davon aus, dass sich die Titel des Sanitärtechnikers im freundlichen Marktumfeld weiter positiv entwickeln werden, warnen jedoch vor überzogenen Erwartungen. Weitere Zykliker wie jene des Personaldienstleisters Adecco (+0,7%) oder des Uhrenkonzerns Swatch (+0,6%) wurden ebenfalls gut nachgefragt.

Auf der Verliererseite beendeten UBS den Tag mit einem Minus von 0,8%. Das Thema Steuerhinterziehung hält das Management der Grossbank weiterhin auf Trab. Die UBS wird in Deutschland laut Zeitungsberichten offenbar bis zu 200 Mio EUR wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zahlen, um sich damit von weiteren Ermittlungen frei zu kaufen. Sollten die Spekulationen stimmen, dann würde es ich um den grössten Betrag handeln, den ein ausländisches Geldinstitut wegen Steuerdelikten nach Deutschland überwiesen hätte.

Die Aktien der Konkurrentin CS gaben am Ende nur noch leicht um 0,1% nach. Am Mittwoch muss CEO Brady Dougan vor einem Unterausschuss des US-Senats Fragen zum Thema Steuerhinterziehung beantworten. Die Aktien des Lebensversicherers Swiss Life beendeten den Handel am Tag vor der Ergebnispublikation mit 0,3% im Plus.

Die grössten Verluste bei den Blue Chips gingen auf das Konto von Transocean (-2,9%). Weiter büssten Schindler 0,8% oder Syngenta 0,5% ein. Der Agrarchemiekonzern sieht sich zunehmendem Widerstand gegen seine genmodifizierte Mais-Saatgutvariante «Agrisure Duracade» ausgesetzt. Ein Getreideverarbeiter in den USA will die Maissorte so lange nicht annehmen, bis sie in Ländern wie China, Ägypten, Türkei und in der Europäischen Union die Marktzulassung erhält.

Im breiten Markt legten die Papiere von Walter Meier (+9,1%), Georg Fischer (+6,8%) und Straumann (+3,2%) nach Geschäftszahlen stark zu. Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann verbesserte die Margen und übertraf damit die Erwartungen im Handel. Derweil hat sich beim Industriekonzern Georg Fischer (GF) die Auftragslage aufgehellt und bei dem in der Klimatechnik tätigen Konzern Walter Meier wurde die geplante Abspaltung des Segments Entwicklung und Herstellung begrüsst.

Auch OC Oerlikon (+1,0%) legten nach Zahlen zu, insbesondere mit dem Gewinn im fortgeführten Geschäft wusste die Industriegruppe zu überzeugen. Positiv wurden auch die Unternehmensergebnisse des Baukonzerns Implenia (+2,0%), der Lebensmittel-Gruppe Orior (+1,4) sowie von IVF Hartmann (+1,9%) aufgenommen. Letztere stellt medizinische Verbrauchsgüter her und erzielte 2013 einen Rekordgewinn. (awp/mc/upd/ps)

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