CH-Eröffnung: Warten auf weitere Iran-Entwicklung
Zürich – Am Schweizer Aktienmarkt warten Anleger am Mittwoch zum Start die weitere Entwicklung im Iran-Krieg ab. Hoffnungen auf weitere Verhandlungen hatten am Vortag an den Börsen weltweit für Gewinne gesorgt. Bislang folgten allerdings keine konkreten Neuigkeiten, so dass die Märkte nun in der Warteschleife sind. Immerhin hielt die Entspannung beim Ölpreis an.
Noch bleibe der Nahostkonflikt zwar eine Hängepartie und für alle Marktteilnehmer nervenaufreibend, so der Tenor unter Händlern. Langsam verdränge aber die Berichtssaison die Geopolitik, und die Investoren kehrten damit in gewisser Weise zur Tagesordnung zurück. Am Nachmittag dürften dann bei den Konjunkturdaten insbesondere US-Frühindikatoren wie der Empire State Index oder der NAHB-Index zur Entwicklung des Immobilienmarkts Beachtung finden.
Im frühen Handel zeigt sich der SMI gegen 09.15 Uhr mit plus 0,17 Prozent auf 13’292,54 Punkte leicht freundlich. Der SMIM für die mittelgrossen Werte liegt mit 0,42 Prozent auf 3042,37 Punkte etwas deutlicher im Plus und der breite SPI steigt leicht um 0,20 Prozent auf 18’688,31 Zähler. Im Leitindex stehen 11 Gewinner 9 Verlierern gegenüber.
Logitech (+1,1%) ziehen an, auch VAT (+1,3%) sind im SMIM gefragt. Im Tech-Sektor hat ASML den Umsatzausblick erhöht.
Givaudan (+0,6%) profitieren nach den Quartalszahlen vom Vortag von zahlreichen positiven Analystenkommentaren.
SMI-Schlusslicht sind indes die Titel von Richemont (-2,4%) nach Zahlen des Konkurrenten Kering, auch Swatch (-3,0%) geben nach.
Swisscom (-0,5%) fallen nach einer Abstufung durch Exane zurück – auch Konkurrent Sunrise (-2,4%) wurden in der zweiten Reihe abgestuft.
Im Fokus stehen im SMIM Helvetia Baloise (+3,3%), nachdem der neu fusionierte Versicherungsriese erstmals gemeinsame Zahlen vorgelegt hat. Zudem strebt das Unternehmen eine höhere Effizienz an und deutlich höhere Dividenden.
Cosmo (+11,0%) springen nach positiven Studiendaten für das Haarausfall-Mittel Clascoterone hoch. (awp/mc/pg)