CH-Eröffnung: SMI startet fest in die Woche
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt gewinnt zum Wochenstart klar hinzu. Damit kann sich der Leitindex nach dem sehr schwachen Wochenschluss etwas stabilisieren. Nicht zuletzt durch den grossen Verfall (Hexensabbat) war der SMI am Freitag zusammen mit seinen wichtigsten Pendants deutlich unter Druck geraten.
Dass sich der Wochenstart etwas freundlicher gestaltet, sei auch einer gewissen Hoffnung mit Blick auf das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping zu verdanken, heisst es im Handel. US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Vizepremier He Lifeng haben am Wochenende das Gipfeltreffen vorbereitet. Zölle, KI-Regulierung und der Konflikt zwischen den USA und dem Iran stehen auf der Agenda. «Der Markt setzt Hoffnungen auf die Verhandlungen zwischen Trump und Xi; China könnte sein diplomatisches Gewicht für eine Lösung des Konflikts im Nahen Osten einsetzen», kommentiert die Deka-Bank. Zudem habe Trump sich offen für ein Treffen mit Irans Präsident Massud Peseschkian am Rande der UN-Generaldebatte gezeigt.
Entspannung komme auch vom Ölpreis, der den vierten Tag in Folge nachgibt. Hier verweist die Deka-Bank auf Meldungen, wonach saudische Öllieferungen wieder verstärkt die Strasse von Hormus passierten.
Der SMI gewinnt gegen 09.15 Uhr 0,60 Prozent auf 13’869,96 Punkte. Dabei sind die Kursgewinner (14) in der Überzahl. Der Mid-Cap-Index SMIM steigt um 0,57 Prozent auf 3074,77 Punkte und der breite SPI um 0,60 Prozent auf 19’632,34 Zähler.
Grösste Gewinner im SMI ist sind die neu aufgestiegenen Galderma-Aktien (+2,6%). Der Chef des Hautpflegekonzerns, Flemming Ørnskov, hat sich in einem Interview mit «Finanz und Wirtschaft» zuversichtlich für die weiteren Wachstumschancen geäussert. Diese würden vor allem durch Innovationen getrieben. Auch beim Aufsteiger Nummer 2, Sandoz (+1,3%) greifen Investoren beherzt zu.
Swiss Re, Amrize und Geberit sind mit Verlusten von bis zu 0,7 Prozent auf der Verliererliste. Bei Geberit machen Investoren eine Gewinnwarnung des deutschen Konzerns Villeroy & Boch verantwortlich.
Deutlich nach oben geht es auch für den aus dem SMI herausgefallenen Logistiker Kühne+Nagel (+3,4%) dank einer langfristigen strategischen Zusammenarbeit mit dem Online-Riesen Amazon.
Durchweg stark präsentieren sich über alle Indizes hinweg auch die Tech-Werte. Angefangen mit Logitech, VAT und ABB ziehen in den hinteren Reihen auch AMS-Osram, Comet und Inficon kräftig an. (awp/mc/ps)