Devisen: US-Dollar hat sich etwas stabilisiert

Devisen: US-Dollar hat sich etwas stabilisiert
(Unsplash)

Zürich – Der US-Dollar hat sich gegenüber Franken und Euro am Mittwochmorgen etwas stabilisiert. Dies, nachdem am Vortag vor allem der Franken stark gesucht gewesen war.

Die US-Währung kostet am späten Mittwochmorgen 0,7678 Franken nach 0,7653 am frühen Morgen. Am Vortag war der Greenback bis auf einen Tiefstwert von 0,7605 Franken abgesackt. Auch zum Euro hat sich die US-Valuta etwas erholt: Das EUR/USD-Paar geht aktuell zu 1,1974 um nach 1,2000 am frühen Mittwoch. Am Vorabend war das Paar kurzzeitig gar bis auf 1,2081 angestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Mitte 2021.

Für das EUR/CHF-Paar ergibt das wenig veränderte 0,9194 nach 0,9183 am frühen Morgen. Hier war am Vorabend ebenfalls ein Rekordtief – und zwar bei 0,9163 – erzielt worden. Ob die SNB zuletzt an den Märkten interveniert hat, ist nicht bekannt. Die Daten werden erst mit grosser Verzögerung veröffentlicht. Beispielsweise gibt die SNB die Interventionen für das erste Quartal erst zum Ende des zweiten Quartals bekannt.

Gemäss Marktteilnehmern ist es aber gut möglich, dass die SNB am Vortag, als der Franken massiv zulegte, zumindest versucht hat, das Tempo des Anstiegs etwas zu drosseln. Massive Interventionen durch die SNB sind allerdings ein Problem, da damit wieder der Vorwurf von US-Seite aufkommen könnte, die Schweiz sei Währungsmanipulator.

Grundsätzlich dürfte der Dollar trotz der leichten Erholung heute tendenziell unter Druck bleiben, heisst es im Handel. Nach einem schwachen ersten Halbjahr 2025 hatte sich die US-Währung bekanntlich im zweiten Semester einigermassen gehalten, seit Mitte Januar geht es nun aber wieder deutlich abwärts.

Das entspricht allerdings ziemlich den Absichten der US-Regierung. US-Präsident Donald Trump beispielsweise hatte am Vortag erklärt, er halte den schwächeren Dollar für «grossartig». Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, sieht die US-Regierung wirtschaftliche Vorteile in der jüngsten Abwertung. In den Augen von Trump stärke die Abwertung die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft.

Bei der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend wird derweil fest mit einem unveränderten Leitzins in der Spanne zwischen 3,50 und 3,75 Prozent gerechnet, obwohl Trump zuletzt immer wieder Zinssenkungen gefordert und Notenbankpräsident Jerome Powell heftig beschimpft hatte. «In diesem Zusammenhang kommen immer wieder Sorgen um die Unabhängigkeit der Notenbank auf», heisst es in einem Kommentar der Helaba. (awp/mc/pg)

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