EU-Schluss: ESTX50 gewinnt 0,20% auf 3226 Punkte

EU-Schluss: ESTX50 gewinnt 0,20% auf 3226 Punkte

London – Mit etwas festerer Tendenz haben die wichtigsten europäischen Aktienmärkte zur Wochenmitte geschlossen. Die fortgesetzte Erholung sei von geldpolitischer Fantasie geschürt worden, hiess es. Wegen anziehender Rohstoffpreise breite sich zudem die Ansicht aus, wonach der Konjunkturpessimismus der vergangenen Wochen übertrieben gewesen sei. Nähere Aufschlüsse über die weitere Geldpolitik im Euroraum und den USA könnten die am Donnerstag anstehenden Verlautbarungen der EZB und der Fed geben.

Der EuroStoxx 50 verzeichnete am Mittwoch den vierten Gewinntag in Folge und endete mit einem Plus von 0,20 Prozent bei 3226,40 Punkten. Allerdings musste der Leitindex der Eurozone wegen enttäuschender US-Ölstatistiken im späten Handel nach einem Tageshoch von 3270 Punkten noch deutlich Federn lassen. Der CAC 40 in Paris stieg zum Handelsschluss um 0,14 Prozent auf 4667,34 Punkte. Der rohstofflastige Londoner FTSE 100 gewann 0,16 Prozent auf 6336,35 Punkte.

Der in den vergangenen Monaten arg gebeutelte Energiesektor hatte wieder etwas Grund zum Jubeln: Die US-Energieagentur EIA erhöhte ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage im kommenden Jahr und berichtete von stark rückläufigen Investitionen im Ölsektor. Die Ölproduktion von Staaten ausserhalb des Ölkartells Opec dürfte mithin 2016 deutlich fallen.

Allerdings waren die US-Rohölreserven in der vergangenen Woche überraschend stark gestiegen, wie das Energieministerium am Mittwoch mitteilte. Dies sorgte am späten Nachmittag europaweit für Ernüchterung und deutliche Bremsspuren an den Aktienmärkten. Dennoch schaffte der Branchenindex Stoxx 600 Oil & Gas ein Plus von 2,72 Prozent. Noch deutlich besser schnitt der Rohstoffindex ab, der um 5,20 Prozent zulegte. Auch der Autosektor erholte sich mit einem Gewinn von 3,03 Prozent deutlich.

Die Bergbauaktien von Anglo American legten an der Spitze des FTSE 100 um 9,98 Prozent zu, die von Rio Tinto dahinter um 7,48 Prozent. Auch die Papiere des Stahl- und Minenkonzerns ArcelorMittal profitierten von den steigenden Rohstoffpreisen und rückten um 7,18 Prozent vor.

Die anfangs sehr festen Titel des weltgrössten Braukonzerns AB Inbev stiegen letztlich nur noch um 0,60 Prozent. AB Inbev hatte für die Übernahme des Rivalen SABMiller das Angebot nachgebessert und bietet je Aktie nun 42,15 britische Pfund. AB Inbev musste seine vorher nur informell abgegebenen Angebote nachbessern, weil der Preis dem Management von SABMiller bislang zu niedrig war. Die Papiere von SABMiller kletterten um 0,30 Prozent nach oben.

Für die Aktien der britischen Supermarktkette Tesco ging es nach der Veröffentlichung von Halbjahreszahlen um 2,52 Prozent nach oben. Unter dem Strich hatten die Kosten für Filialumbauten und -schliessungen sowie die Investitionen in verbesserte Sortimente und Service den Konzern in die roten Zahlen gedrückt. Die Experten der Barclays Bank machten allerdings einige Verbesserungen im Vereinigten Königreich aus. (awp/mc/upd/ps)

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