Europa-Verlauf: Märkte treten auf der Stelle

Europa-Verlauf: Märkte treten auf der Stelle
(Adobe Stock)

Paris/London/Zürich – Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch wenig verändert tendiert. US-Präsident Donald Trump hatte die Waffenruhe mit dem Iran in der Nacht zwar überraschend verlängert, die Blockade der iranischen Häfen geht aber weiter. «Ein Ende des Krieges ist nicht in Sicht», erklärte Christian Henke, Analyst vom Broker IG Markets.

Der EuroStoxx50 , der Leitindex der Euroregion, trat am späten Vormittag auf der Stelle. Ausserhalb des Euroraums gewann der Schweizer SMI 0,34 Prozent auf 13.178,28 Zähler. Der britische FTSE 100 tendierte unverändert.

ABB gehörten mit 2,8 Prozent Aufschlag und neuen Höchstkursen zu den gefragten Werten. Die am Morgen vorgelegten Quartalszahlen waren deutlich besser als erwartet ausgefallen. Der starke Auftragseingang war dabei laut Analysten der zentrale Kurstreiber. Auch andere Aktien aus der Branche wie Siemens und Schneider Electric verzeichneten Gewinne und profitierten damit von den ABB-Zahlen.

Noch deutlicher stiegen Akzo Nobel . Mit einem Plus von 4,4 Prozent reagierten sie auf die Zahlen zum ersten Quartal. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem besser als erwarteten Zahlenwerk. Zudem sei der Ausblick auf das zweite Quartal und das Gesamtjahr nicht so schwach wie befürchtet gewesen.

Ebenfalls stark waren ASM International. Die Aktie sprang um 8,6 Prozent auf neue Hochs. Die Analysten von JPMorgan verwiesen auf deutlich besser als erwartet ausgefallene Zahlen und den Ausblick des niederländischen Halbleiterausrüsters. Auch andere Titel aus dem Halbleitersegment wie ASML legten zu.

Der Nahrungsmittelsektor profitierte unterdessen von den Gewinnen von Danone , die um 2,8 Prozent kletterten. Jefferies-Analyst David Hayes sprach von einer erfreulichen Umsatzentwicklung auf Konzernebene. Der Analyst hob zudem die sich verbessernde Dynamik in den USA und die übertroffenen Prognosen in China hervor.

Aktien von Reckitt gaben dagegen kräftig nach. Der Konsumgüterkonzern hatte für das erste Quartal aufgrund einer schwachen Erkältungs- und Grippesaison in den USA sowie Lieferengpässen im Nahen Osten einen geringeren Umsatz als erwartet berichtet. Hier ging es um 6,7 Prozent nach unten. (awp/mc/pg)

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