Ölpreise legen etwas zu – Mögliche Freigabe von Notfallreserven im Blick

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(Photo by Zachary Theodore on Unsplash)

New York / London – Die Ölpreise haben am Montag im Verlauf etwas zugelegt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 79,26 US-Dollar. Das waren 37 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 32 Cent auf 76,25 Dollar. Derzeit rangieren die Preise in der Nähe ihres tiefsten Stands seit Anfang Oktober.

Marktbestimmend sind weiterhin Spekulationen über eine abgestimmte Freigabe nationaler Ölreserven. China hat einen solchen Schritt bereits angekündigt. Gemutmasst wird, dass die USA, Japan und Indien folgen könnten. Sollte es soweit kommen, würden sich vier grosse Volkswirtschaften sich gegen die immer noch hohen Erdölpreise stemmen. Im Oktober waren die beiden wichtigsten Ölsorten auf mehrjährige Höchststände gestiegen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, dass US-Präsident Joe Biden die Freigabe der nationalen Reserven schon am Dienstag bekannt geben will. Dies soll gemeinsam mit anderen Ländern geschehen. Die Ölpreise gaben danach einen Teil ihrer vorherigen Gewinne ab.

Zuvor hatte die Agentur berichtet, dass Vertreter des Ölverbundes Opec+ ihre Förderpolitik angesichts der Bestrebungen der Verbraucherländer anpassen könnten. Die Organisation hatte bis zuletzt eine deutlichere Anhebung der Fördermenge abgelehnt. Laut dem Bericht könnten auch die zuletzt bescheidenen Erhöhungen in Frage gestellt sein. Die Agentur berief sich auf Delegierte des Ölverbundes. (awp/mc/pg)

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