Ölpreise leicht erholt

Öl
(Bild: © Witold Krasowski - Fotolia.com)

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New York – Die Ölpreise haben sich am Donnerstag leicht von ihren jüngsten Verlusten erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar kostete gegen Mittag 30,68 US-Dollar. Das waren 37 Cent mehr als am Vortag. Am Mittwochabend war der Brentpreis erstmals seit April 2004 unter die Marke von 30 Dollar gefallen und ist in der Nacht zeitweise bis auf 29,73 Dollar gesunken. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 27 Cent auf 30,75 Dollar.

Der Druck auf die Ölpreise bleibt trotz der leichten Erholung hoch. Händler begründeten den erneuten Kursrutsch am Mittwoch mit der Erwartung, dass die Sanktionen gegen den Iran schon am Montag aufgehoben werden und der rund 13 Jahre lange Atomstreit mit dem Westen ad acta gelegt wird. «Der Iran ist auf einem guten Weg, entscheidende Teile seiner atomaren Ausrüstung abzubauen», sagte US-Aussenminister John Kerry am Mittwoch.

Er erwarte einen Abschlussbericht zur Umsetzung des Abkommens «sehr bald, wohl in den nächsten Tagen». Der Iran hat mehrfach angekündigt, nach dem Ende der Sanktionen unverzüglich seine Ölexporte um 500 000 Barrel pro Tag steigern zu wollen. «Rein psychologisch könnte dies die Preise kurzfristig weiter nach unten drücken», erwartet die Commerzbank. Allerdings stelle eine Rückkehr des Iran keine wirkliche Neuigkeit mehr dar.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gefallen. Das Opec-Sekretariat meldete am Donnerstag, dass der Korbpreis am Mittwoch 25,69 US-Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren sieben Cent weniger als am Vortag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells. (awp/mc/pg)

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