US-Schluss: Etwas unter den jüngsten Rekorden

Boerse

New York – Die Indizes an der Wall Street haben sich am Dienstag die meiste Zeit mit nur geringen Abschlägen in der Nähe ihrer jüngsten Bestmarken gehalten. Am Ende des Tages entschieden sich die Anleger dann dafür, im Dow Jones Industrial ein paar Gewinne einzustreichen. Der Leitindex schloss 0,29 Prozent tiefer auf 33 430,24 Punkten.

Im mittel- und langfristigen Bereich zeige der Trendpfeil beim Dow eindeutig aufwärts, schrieb der Charttechnik-Experte Franz-Georg Wenner von Index Radar. In den kommenden Tagen sollten Anleger aber etwas Geduld mitbringen. Die Ökonomen der Allianz gehen davon aus, dass das Konjunkturprogramm von Präsident Joe Biden zur Verbesserung der Infrastruktur das Wachstum der USA langfristig antreiben wird.

Eine überraschend starke Zunahme der Beschäftigung in den Vereinigten Staaten im März hatte sowohl den Dow als auch den marktbreiten S&P 500 bereits am Vortag auf Höchststände getrieben. Auch die Stimmung der Dienstleister in den USA hatte sich im März stärker als erwartet aufgehellt. An diesem Dienstag legte der S&P 500 zunächst mit einem weiteren Rekord nach. Aus dem Handel ging er mit minus 0,10 Prozent auf 4073,94 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,14 Prozent auf 13 578,46 Punkte.

Die Titel der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance lagen mit minus 1,94 Prozent hinten im Dow. Vorne waren mit plus 1,51 Prozent die Papiere des Sportartikelherstellers Nike . McDonald’s folgten mit plus 1,34 Prozent, sie hatten im Verlauf ein Rekordhoch erreicht. Die Burgerkette gilt als «Reopening Play». Gemeint sind damit Aktien, die vom Wegfall der Corona-Einschränkungen besonders profitieren, wie dies etwa bei McDonald’s mit der Wiedereröffnung der Burger-Restaurants der Fall ist.

Nach einer Kreisemeldung, wonach der von Walmart kontrollierte indische Online-Händler Flipkart einen Börsengang im vierten Quartal dieses Jahres anstrebt, drehten die Papiere des US-Einzelhandelsriesen ins Plus. Zum Handelsschluss blieben noch 0,48 Prozent auf der Habenseite.

Illumina stiegen um fast acht Prozent, nachdem der Spezialist für Gensequenzierung mit seinem vorläufigen Umsatz für das erste Quartal die Analystenerwartungen deutlich übertroffen hatte.

Der Euro baute seinen Zuwachs im New Yorker Handel aus. Nach dem Börsenschluss wurden für die Gemeinschaftswährung 1,1874 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1812 (Donnerstag: 1,1746) Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8466 (0,8514) Euro gekostet.

Der Terminkontrakt für zehnjährige US-Staatsanleihen stieg um 0,34 Prozent auf 131,70 Punkte. Die zehnjährigen Papiere rentierten mit 1,66 Prozent. (awp/mc/pg)

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