US-Schluss: Wall Street auch am Jahresende auf Rekordkurs

Boerse

New York – Am letzten Handelstag des laufenden Jahres haben US-Standardwerte nach einem grösstenteils zäh verlaufenen Geschäft dank eines Schlussspurts erneut Rekordhöhen erreicht. Allerdings war das Volumen deutlich niedriger als gewöhnlich, da wie schon an Heiligabend an Silvester wichtige europäische Börsen geschlossen blieben.

Der Dow Jones sprang dennoch in den letzten Handelsminuten bis auf gut 30’637 Punkte, dem bisher höchsten Stand in seiner Geschichte. Zu Handelsende legte er um 0,65 Prozent auf 30’606,48 Zähler zu. Der den breiten US-Aktienmarkt abbildende S&P 500 erreichte mit über 3760 Punkten ebenfalls ein Rekordhoch. Aus dem Handel ging er 0,64 Prozent höher bei 3756,07 Zählern. Für den technologielastigen Nasdaq 100, der ein erneutes Allzeithoch knapp verfehlte, ging es am Ende um 0,33 Prozent auf 12’888,28 Punkte nach oben.

Experten verweisen zur Begründung der Rekordstimmung trotz Corona auf die anhaltende Geldflut der Notenbanken und die konjunkturelle Stützung durch diverse Regierungen als Gegenpol. Die Sorgen um die Auswirkungen der Pandemie wurden zudem zuletzt durch den Beginn von Impfungen in einigen Ländern gedämpft. Die Angst vor Covid-19 hatte noch im Februar die gute Laune der Anleger abrupt beendet und zeitweise für Panik gesorgt. Dabei war der Dow Jones Ende März bis unter 19 000 Punkte gefallen.

Marktbewegende Nachrichten aus der Konjunktur- und Unternehmenswelt waren am Donnerstag erneut Mangelware. Der Rückgang der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschte die Experten zwar positiv, sorgte aber nicht für eine spürbare Reaktion am Aktienmarkt.

Bester Sektor im S&P 500 waren Versorgerwerte (+1,59%), am unteren Ende rangierten Energietitel (-0,81%). Der Chipriese Intel war mit einem Plus von 2,19 Prozent an der Dow-Spitze, während sich der Flugzeugbauer Boeing mit minus 120 Prozent auf dem letzten Platz befand.

Der Euro rutschte im Vergleich zum europäischen Frühhandel deutlich ab und notierte zuletzt nur noch bei 1,2224 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2271 (Mittwoch: 1,2281) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 08149 (0,8143) Euro.

Am Anleihemarkt legte der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,04 Prozent auf 138,02 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen sank auf 0,917 Prozent. (awp/mc/ps)

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