AOL muss nach Loslösung von Time Warner teuer umbauen

Time Warner will AOL bis zum Jahresende an die Börse bringen und damit einen Schlussstrich unter ein Jahre währendes Desaster ziehen. Die einst 100 Milliarden Dollar schwere Fusion von AOL und Time Warner war im Jahr 2001 auf dem Höhepunkt der Internet-Euphorie als Jahrhundert-Hochzeit gefeiert worden. Nach dem Platzen der Internet-Blase blieben gigantische Verluste, die Ehe galt als gescheitert. Time Warner steckt seit längerem in einem Umbau. In Europa hat sich der Konzern längst vom AOL-Geschäft mit Internetzugängen getrennt. Auch die Kalbelnetz-Sparte ist weg. Zum Kerngeschäft von Time Warner gehören TV-Sender («CNN»), Magazine («Time», «Fortune») oder Filmstudios («Warner Brothers»). (awp/mc/pg/25)

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