BCV/H1: Bruttogewinn um 9 Prozent auf 308 Mio. Franken gesteigert

Der Reingewinn vor Minderheitsanteilen ging aufgrund nicht wiederkehrenden Sondereffekten und des Verbrauchs des steuerlichen Verlustvortrags aus früheren Jahren um 7% auf 318 (342,3) Mio CHF zurück, wie die Bank mitteilte. Nach Minderheitsanteilen belief sich der Gewinn auf 315 (339,7) Mio CHF.


Erwartungen beim Bruttogewinn übertroffen
Damit hat die BCV die Erwartungen der ZKB und von Helvea vor allem mit dem Bruttogewinn übertroffen. Andreas Venditti von der ZKB rechnete im Vorfeld der Zahlen mit einem Bruttogewinn von 302,3 Mio CHF und einem Geschäftsertrag von 593,5 Mio CHF. Helvea-Analyst Peter Thorne ging von einem Bruttogewinn von 298,4 Mio CHF und einem Ertrag von 587,2 Mio CHF aus.


«Sehr gutes» erstes Halbjahr
Die BCV-Gruppe habe sowohl auf Ertrag- als auch auf Gewinnebene ein ’sehr gutes› erstes Halbjahr verzeichnet, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Abbau der gefährdeten Kredite habe sich erwartungsgemäss verlangsamt, so dass weniger Rückstellungen aufgelöst werden konnten. Somit ist der ausserordentliche Erfolg gegenüber dem Vorjahr um 29% auf 90 Mio CHF gesunken. Zudem ist die Steuerbelastung um 12 Mio CHF auf 23 Mio gestiegen, da ein steuerlicher Verlustvortrag im Zusammenhang mit den negativen Geschäftsergebnissen 2001 und 2002 bereits verbraucht wurde, begründet die BCV den Rückgang des Reingewinns um 7%.


Vorteilhafte Bedingungen an den Finanzmärkten
Im Zinsgeschäft – der Hauptertragsquelle – erhöhte die Bank den Erfolg um 6% auf 255 Mio CHF. Der Kommissionsertrag habe von den vorteilhaften Bedingungen an den Finanzmärkten profitiert und ist um 7% auf 193 Mio CHF angestiegen. Die Erträge aus dem Handel mit Wertschriften, Devisen und Derivaten legten um 5% auf 54 Mio CHF, der übrige ordentliche Ertrag blieb mit 90 Mio CHF stabil.


Betriebsaufwand neu bei knapp 100 Mio. Franken
Aufwandseitig sank der Personalaufwand um 1% auf 185 Mio CHF. Dagegen nahm der Betriebsaufwand um 6% auf 99 Mio CHF zu. Insgesamt erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 1,5% auf 284 (279,9) Mio CHF. Die Cost-Income Ratio verbesserte sich auf 56 (58)%.


Bilanzsumme bei 35 Mrd. Franken
Per Ende Juni 2007 erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber Ende 2006 um 6% auf 35 Mrd CHF. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Hypothekarkredite um 1,1% auf 16,7 Mrd CHF. Unter Ausschluss der Verringerung der gefährdeten Forderungen verzeichnete das Hypothekargeschäft ein Wachstum von 1,4%. Die kommerziellen Kredite legten um 5% zu. Schliesst man hier den Effekt des Abbaus aus, betrug der Anstieg 7%. Auf der Passivseite erhöhten sich die Kundeneinlagen insgesamt um 4,4%. Die traditionellen Spareinlagen verzeichneten jedoch einen geringfügigen Rückgang von 2,3% auf 8,3 Mrd CHF. Davon hätten andere Investitionsformen wie die Anlagefonds oder die strukturierten Produkte profitiert.


Plus von 5,4 % bei verwalteten Vermögen
Die von der Gruppe verwalteten Vermögen stiegen um 5,4% auf 85,2 Mrd CHF. Der Neugeldzufluss belief sich auf 1’740 Mio CHF.


Sofern sich das wirtschaftliche Umfeld und die Lage an den Finanzmärkten nicht grundlegend veränderen, hält die Bank am Ausblick für das Gesamtjahr 2007 fest. Die BCV erwartet eine Bruttogewinnverbesserung, allerdings sei mit einer geringeren Zuwachsrate als im ersten Halbjahr 2007 bzw. im vergangenen Jahr zu rechnen. (awp/mc/pg)

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