CH: 231’000 Working Poor mit steigender Tendenz

In der Krise der Neunzigerjahre war die Working- Poor-Quote angestiegen – von rund 5% (1992) auf 9% (1996). Dann stabilisierte sie sich und sank – 2002 betrug sie 6,4%. Seit 2002 beobachtet das BFS wieder einen Anstieg.

Erwerbstätige Personen zwischen 20 und 59
Besonders betroffen sind Alleinerziehende, Kinderreiche, Selbständigerbwerbende und Ausländer. Kinder gelten als besonderees Armutsrisiko. Als Working Poor gelten laut BFS-Definition erwerbstätige Personen zwischen 20 und 59, die in einem armen Haushalt leben.

Armutsgrenze bei weniger als 2’450 Franken Monatseinkommen
Die Armutsgrenze liegt bei weniger als 2’450 Franken Monatseinkommen für einen Einpersonenhaushalt und unter ‹4550 Franken bei einem Ehepaar mit zwei Kindern. Bundesrat Couchepin stellt sich gegen die Idee von Mindestlöhnen, wie sie in einer Petition der Jugendsession 2002 gefordert worden war. Letzten August schlug er dagegen in seinem Familienbericht 2004 vor, Steuergutschriften für die Working Poor zu prüfen. (awp/mc/gh)

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