CH-Eröffnung: Leicht tiefer – Finanzwerte schwächer

Zwar habe der Nikkei in Japan stark zulegen können, an der Wall Street wechselten die Indizes am Vorabend aber vom Positiven ins Negative. Nach den jüngsten, satrken Avancen sei eine sei eine Konsolidierung zu erwarten gewesen, heisst es dazu in Marktkreisen. Zumal am Berichtstag vor allem Unternehmen aus der zweiten Reihe im Blick der Investoren stehen.


Bis um 9.35 Uhr verliert der SMI 0,68% respektive 32,75 Stellen auf 4’783,68 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI gibt um 0,64% auf 675,91 Einheiten und der breite SPI um 0,73% auf 4’016,06 Stellen nach.


Swiss Life verzeichnen mit -1,6% auf 63,65 CHF mit die deutlichsten Einbussen unter den 30 Bluechips. Carsten Maschmeyer, Chef der Tochter AWD, wird einem Pressebericht zufolge in Kürze als Chef des Finanzvertriebs zurücktreten. Dafür solle der 49-Jährige Anfang Mai in den Verwaltungsrat der Swiss Life gewählt werden, heisst es. Swiss Life kommentierte dies nicht. Man stehe in engem Kontakt mit Maschmeyer, einerseits als CO-CEO von AWD und andererseits als grösstem Einzelaktionär, hiess es auf Anfrage von AWP.


Schlusslicht bilden jedoch OC Oerlikon (-4,2% auf 37,40 CHF) und Logitech (-2,1% auf 10,66 CHF), ohne dass fundamentale News vorliegen.


Daneben werden auch UBS (-1,2% auf 11,48 CHF) und CS (-1,5% auf 31,86 CHF) tiefergestellt. Die Aktien hatten am Vortag um 7,6% bzw. 5,9% zugelegt.


Holcim geben 0,9% auf 37,54 CHF nach. Das Aktienresearch von Goldman Sachs hat in einer Branchenstudie die Prognosen für den europäischen Baumaterialsektor reduziert. Das neue Kursziel lautet 23,20 (43,80) CHF, die Einstufung «Sell» bleibt unverändert.


Die defensiven Roche (-1,0% auf 146 CHF), Novartis (-0,8% auf 43,14 CHF) und Nestlé (-0,6% auf 37,28 CHF) halten sich im Mittelfeld.


ABB (+0,4% auf 16,22 CHF) stehen mit am besten da. Die Analysten der Deutschen Bank haben das Rating auf «Buy» («Hold») erhöht und das neue Kursziel bei 19 (15) CHF festgesetzt.


Vor der morgigen Bilanzmedienkonferenz halten sich auch Swatch überdurchschnittlich (unv. bei 135 CHF), Richemont (-1,2% auf 16,97 CHF) verlieren deutlich.


Actelion notieren unverändert bei 54,90 CHF. Die Analysten von Clariden Leu haben das Rating auf «Outperform» («MP») und das Kursziel auf 65 (58) CHF erhöht.


Fester tendieren Bâloise (+1,2% auf 62,65 CHF) vor der Ergebnispublikation am Mittwoch sowie Swiss Re (+3,6% auf 15,44 CHF) an der Tabellenspitze im SMI/SLI.


Im breiten Markt brechen Cytos (-26,8%) regelrecht ein. Das Biotech-Unternehmen muss aufgrund ungenügender Resultate einer Studie beim Blutdruckimpfstoff CYT006-AngQb die Betriebsstruktur anpassen bzw. markant Stellen abbauen.


Arpida gewinnen dagegen 3,3%. Der Verwaltungsrat des Unternehmens will der Generalversammlung neue strategische Optionen präsentieren, unter anderem ein Reverse Take-Over mit einem anderen Biotech-Unternehmen, den Verkauf von Iclaprim oder eine Tender-Offerte.


Nach schwachen Zahlen sind Forbo (+10,3%) stark gefragt. Es sei bereits vieles eingespreist, heisst es. Helvetia rücken um 9,1% vor. Marktteilnehmer sprechen von einem soliden Zahlensatz des Versicherers. Dies sei ein erfreulicher Kontrast zu anderen Finanzkonzernen, heisst es. Avancen nach dem Zahlenausweis gibt es auch für SPS (+1,0%) und Huber + Suhner (+1,0%).


Lindt & Sprüngli (-9,0%) leiden nach Meinung von Analysten unter den Aussichten für 2009. Galenica tendieren 0,6% leichter. Analysten attestieren dem Unternehmen solide Ergebnisse.

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