CH-Verlauf: Knapp ins Plus gedreht

Die Aktivitäten seien derzeit gering, hiess es in Handelskreisen. Vor dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank von heute Abend und im Vorfeld verschiedener Daten zur US-Konjunktur am Nachmittag sei vor allem Zurückhaltung angesagt. In Ökonomenkreisen wird mehrheitlich mit einem Festhalten an der bisherigen Niedrigzinspolitik gerechnet. Man erhofft sich aber von den begleitenden Kommentaren weitere Aufschlüsse über die künftige konjunkturelle Entwicklung.


Bis um 12.00 Uhr legt der SMI 0,57% auf 5’351,95 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende SLI rückt um 1,05% auf 800,57 Punkte vor und der SPI um 0,61% auf 4’609,92 Punkte.


An der Spitze stehen derzeit OC Oerlikon (+4,6%), Lonza (+3,5%) und ABB (+3,1%). ABB hat am Vormittag einen kleineren Auftrag vermeldet.


Von den Finanzwerten tendieren einzig Bâloise (-0,1%) knapp im Minus. Die grössten Gewinne im Sektor verzeichnen derzeit Swiss Re (+2,8%), UBS (+2,6%) und Julius Bär (+1,7%). Für die UBS rückt der Gerichtstermin zwischen der Grossbank und den amerikanischen Behörden immer näher und entgegen am Vortag aufgekommen Spekulationen will die US-Justiz die Klage nicht fallenlassen, sondern fortsetzen. Dennoch gibt es Hoffnungen auf eine aussergerichtliche Einigung im Streit um die Herausgabe von Informationen über 52’000 Konten.


Nach schwachem Start stehen mittlerweile auch CS (+1,4%) klar im Plus. Der Titel erhält Support von der Beilegung eines Rechtsstreits mit Huntsman. Credit Suisse und die Deutsche Bank werden jeweils 316 Mio USD zahlen, um den Rechtsstreit beizulegen. Analysten werten dies als eine gute Nachricht, sei doch damit ein Risikofaktor eliminiert.


Huntsman hatte die Credit Suisse und die Deutsche Bank im Herbst vergangenen Jahres verklagt, nachdem sie die Finanzierung für die 6,5 Mrd USD schwere Übernahme von Huntsman durch Hexion Specialty Chemicals zurückgezogen hatten.


Richemont (+2,6%) und Swatch (+2,0%) erholen sich etwas von den Verlusten des Vortages im Anschluss an die schwachen Exportdaten.


Am Ende der Tabelle stehen derzeit Novartis (-1,1%), Sonova (-1,2%) und Roche (-0,4%).


Im Fokus stehen aber Sulzer aus dem breiten Markt, welche derzeit 3,2% höher notieren. Der Industriekonzern ein Massnahmenpaket angekündigt, welches 55 Mio CHF kosten, dafür ab 2011 jährliche Einsparungen von 110 Mio CHF bringen soll. Betroffen sind weltweit 1’400 Stellen. In Marktkreisen zeigt man sich wenig überrascht und begrüsst die Massnahmen insgesamt.


Markant höher stehen im breiten Markt zudem Elma Electronic (+6,3%), Gurit (+7,0%) oder und Meyer Burger (+8,2%). Meyer Burger erhalten von zuversichtlichen Äusserungen des CEO gegenüber den Medien Auftrieb. (awp/mc/pg/21)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.