EU-Ausblick: Freundlich – Positive Vorgaben stützen

Nasdaq-Börsen mit ebenfalls positivem Handelsende sowie der am Morgen etwas fester geschlossene Nikkei komplettieren die freundlichen Vorgaben. Börsianern zufolge sollten auch positive Unternehmensberichte die Kurse unterstützen.


Die Citigroup berechnete den EuroSTOXX 50 am Morgen bei 4.308 Zählern. Am Vortag hatte der europäische Leitindex 1,76 Prozent auf 4.276,80 Zähler gewonnen. IG Index sieht den FTSE 100 bei 6.344 Punkten, nachdem er am Dienstag 1,93 Prozent auf 6.308,80 Zähler zugelegt hatte.


An der Börse in Amsterdam dürften Aktien von ING in Bewegung geraten. Der niederländische Finanzkonzern hat im zweiten Quartal vor allem wegen eines Anteilsverkaufs deutlich mehr verdient. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft kletterte um 36,7 Prozent auf 2,74 Milliarden Euro. Hier machte sich allerdings der Verkauf von Anteilen am Wettbewerber ABN Amro mit 573 Millionen Euro bemerkbar. Bereinigt um diesen Sondereffekt verdiente ING 2,174 Milliarden Euro, 8,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Analysten waren nur von knapp zwei Milliarden Euro ausgegangen.


In Kopenhagen könnten Papiere von Novo Nordisk unter Druck geraten. Morgan Stanley hat die Einschätzung der Anteile des Pharmeunternehmens von «Overweight» auf «Equal-weight» gesenkt.


Aktien von Carlsberg sollten mit Zahlen in Bewegung geraten. Der Getränkehersteller hat einen höher als von den Marktteilnehmern vorhergesagten Umsatz und operativen Gewinn erwirtschaftet.


An der Londoner Börse stehen Aktien von Versicherern im Fokus. So berichtet die Royal & Sun Alliance Insurance Group über die Geschäftsentwicklung. Marktteilnehmer erwarten, dass der Versicherer einen Rückgang des operativen Gewinns im ersten Halbjahr meldet. Gründe für den Gewinnrückgang dürften die Flutschäden in Grossbritannien und die geringer als vorhergesagt ausgefallenen Gewinne aus dem Immobilienbereich sein. Anleger warten auch auf neue Aussagen von Friends Provident zu der Fusion mit dem Wettbewerber Resolution.


In Wien sollten Titel von Voestalpine einen Blick wert sein. Begünstigt von der anhaltend hohen Nachfrage und einem stabil guten Preisniveau hat der Stahlkonzern im ersten Quartal 2007/08 mehr als erwartet verdient. Unter dem Strich blieb im Zeitraum April bis Juni ein Gewinn von 242,1 Millionen Euro, ein Plus von 58,1 Prozent. Von der österreichischen dpa-AFX-Partneragentur APA befragte Analysten hatten im Vorfeld einen Zuwachs von 46 Prozent erwartet.


An der Börse in Zürich könnten Aktien von ABB auf Interesse stossen. Morgan Stanley hat die Titel von «Equal-weight» auf «Overweight» hochgestuft. (awp/mc/ab)

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