Google drängt ins Firmengeschäft – Software-Lizenzierung ausbauen

«Ich denke, wir werden Geld mit Anwendungen machen, mit Lizenzen für Gmail oder unserem Kalender für Unternehmen und Institutionen.» Dabei zielen die Google-Strategen auch auf Wave, eine jüngst vorgestellte Kommunikations-Technologie. Sie hat nach Ansicht von Experten das Potenzial, die E-Mail abzulösen, schreibt die Zeitung. «Wave wird wohl ein Teil des Anwendungspakets, das wir anbieten werden. Es wäre natürlich, es dort zu platzieren», sagte Varian.


Markt im Umbruch
Die Ankündigung von Google zeigt, wie sehr der Markt für Firmen-Software im Umbruch ist, berichtet das Blatt. Statt wie bislang Software über CD zu vertreiben und auf Rechnern vor Ort bei den Kunden zu installieren, wird diese immer stärker «online» über das Internet genutzt. Damit drängen völlig neue Anbieter in dieses Geschäft.


Im Wettbewerb mit Microsoft
Zwar geht es bei Google dem Bericht zufolge zunächst noch um Standardanwendungen wie Mail oder Texterfassung. Hier tritt das Unternehmen vor allem in Wettbewerb zu Platzhirsch Microsoft . Doch auch bei Programmen zur Steuerung von Unternehmen, wie sie etwa SAP anbietet, findet eine wachsende Verschiebung in Richtung Online statt. Hier zählt unter der Kundenmanagementsoftware-Spezialist Salesforce zu den Treibern.


Steigerung bei Lizenzumsätzen
Bei Google machen Softwarelizenzen aktuell nur einen kleinen Teil der Google-Umsätze aus. Das Unternehmen nahm im vergangenen Jahr 667 Millionen Dollar aus Lizenzen ein. Das sind gerade einmal drei Prozent des Gesamtumsatzes von 21,8 Milliarden Dollar. Allerdings war die Steigerung gewaltig. Ein Jahr zuvor hatte der Umsatz mit Lizenzen noch bei 181 Millionen Dollar gelegen. (awp/mc/pg/07)

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